Freitag, 31. Mai 2013

Pyramiden von Meroe und weiter nach Port Sudan

Zwischen Khartoum und Port Sudan liegen die Pyramiden von Meroe. Vor 10 Jahren war es überhaupt kein Problem, dass der Bus dort anhält und man einfach aussteigt und zwei oder drei Stunden später einen Bus anhält und dann weiterfährt. Heute rasen die Busse auf Teerstrassen um die Wette. Deswegen ist es deutlich schwieriger, eine Weiterfahrmöglichkeit zu finden.
Pyramiden von Meroe, Sudan
Aber die Pyramiden nicht anschauen - das geht gar nicht. Und letztendlich findet sich beim Reisen immer eine Möglichkeit, wie man weiterkommt....  

Alle Einheimischen hatten mich gewarnt, ich solle lieber einen großen Bogen um Port Sudan machen - dort sei es um diese Jahreszeit auch für Sudanesen zu heiss. Hmmm - normalerweise richte ich mich schon nach solchen Ratschlägen. Diesmal nicht, ich wollte unbedingt nach Suakin und das geht eben nur von Port Sudan aus.
Der Sandsturm hatte anscheinend auch was gutes - in Port Sudan hatte es erfrischende 35 Grad. Eine wahre Wohltat. Außerdem keinen Sandsturm dort, sondern eine angenehme Brise vom Meer! Was will der Mensch denn eigentlich mehr!
Port Sudan, Sudan
Meine Suche nch der Jugendherberge hat mich zwei volle Stunden gekostet. Kein Mensch kennt sie, ich war stattdessen an zwei Kinderspielplätzen, weil die Einheimischen dachten, das sei es, was ich suche... Was ich dort mit meinem ganzen Gepäck sollte, konnte mir aber auch keiner beantworten.
Also habe ich zu der bewährten Strategie gegriffen, die immer funktioniert, wenn sonst nichts mehr geht: eine Apotheke suchen. Apotheker sind gebildete Menschen, sprechen meist englisch und können weiterhelfen.
"Mein" Apotheker kannte die Jugendherberge zwar auch nicht, aber er kannte ein nettes Hotel am Markt mit einem Rezeptionisten, der immerhin 30 oder 40 Wörter englisch konnte. Gut, auch recht.
Es ist allerdings nicht das erste Mal, dass ich mich über die Landkarten im Reiseführer ärgere. Laut Karte war ich etwa 200 Meter von der Juhe entfernt. So, wenn ich in alle 4 Richtungen 400 Meter abgehe, dann muss sie ja in irgendeiner Richtung sein.... Grrrr.... War nicht der Fall!

Wie auch immer, Port Sudan war vom Klima her angenehm, es gab tolles Essen und ganz viele Eisdielen. Nicht unerheblich - auch bei nur 35 Grad.

Donnerstag, 30. Mai 2013

Khartoum - die große Hauptstadt von Sudan

Khartoum, Hauptstadt von Sudan

Sufi, Khartoum, Sudan
Mein nächstes Ziel war die Hauptstadt Khartoum. Khartoum ist riesig und die Entfernungen sind ziemlich groß, egal, wohin man will. Erst mal war es sehr schwierig, die Jugendherberge zu finden. Ja, es gibt tatsächlich eine Jugendherberge in Khartoum. Sie ist sauber, gut und preiswert. Die Lage ist nicht ganz optimal, aber alles kann man halt nicht haben!

Freitags gibts immer ein besonderes Spektakel zu sehen. Da kommen die Derwische am Hamed al Nil Grab zusammen und tanzen sich in Trance. Gegen Spätnachmittag tauchen immer mehr Männer in roten und grünen Gewändern auf. Trommeln werden mit viel Mühe hergetragen, Lautsprecher installiert, immer mehr Zuschauer kommen.
Irgendwann fängt die Musik an, die Männer beginnen zu tanzen. Es ist sehr laut, sehr heiss, sehr staubig - aber es ist superspannend.
Nach drei Stunden im Staub habe ich wahrscheinlich schon selber wie ein Derwisch ausgesehen....
Sufi, Khartoum, Sudan

Montag, 27. Mai 2013

Karima - Tempel, Pyramiden und ein riesiger Felsen

Jebel Barkal, Karima, Sudan
In Karima habe ich bei Ahmed Moussa gewohnt. Er hat den einzigen Homestay und das ist viel besser als die anderen "Lokandas". Oftmals werden in Lokandas Frauen gar nicht genommen - da handelt es sich nämlich um Räume mit 10 oder 20 Betten. Da kommt es nicht ganz so gut, wenn ich da mitten drin liege.... Alleine geht das schon mal gar nicht....
Den Homestay hatte ich für mich alleine. Samt Bett unterm Mangobaum für die heiße Mittagszeit und den freundlichen Besitzer Ahmed, der die reifen Früchte für mich vom Baum holte und sie erst mal im Wasser gekühlt hat.

Pyramiden von Nuri, Sudan
Ach ja, heiß ist es - ziemlich sogar. 45 Grad im Schatten, wo es eh keinen gibt.... Trotzdem habe ich tapfer Pyramiden, Gräber und Tempel von Jebel Barkal, El Kurru und Nuri angeschaut. Am besten ist man hier morgens oder am späten Nachmittag unterwegs.
Pyramiden, Jebel Barkal, Karima, Sudan

Dongola Wiedersehen mit Susa

Susa mit ihren beiden Töchtern, Dongola, Sudan
Da ich ja in Wawa nur die halbe Familie wieder getroffen habe, bin ich weiter nach Dongola gefahren, um Susa, Abdou Rabous Frau und die inwischen 4 Kinder zu besuchen. Susa war auch ganz erstaunt mich zu sehen und die nubische Gastfreundlichkeit tat ihr übriges. Toll kochen konnte Susa schon damals vor 10 Jahren und das hat sich seitdem natürlich nicht geändert!
Bei Susa, Dongola, Sudan

Die neue Teerstrasse am Nil entlang macht das Reisen in dieser Gegend viel einfacher. Früher war man von Wadi Halfa bis nach Khartoum schon mal zwei oder drei Tage unterwegs. Heute geht das in 10 Stunden im klimatisierten Bus.
Auch nach Karima ist heute kein Problem mehr - eine nagelneue Teerstraße führt hier mitten durch die Wüste.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Ein kleines Nest am Nil - Wawa

Abdou Rabou, Wawa, Sudan
Vor 10 Jahren war ich schon einmal am Nil entlang im Sudan unterwegs. Damals bin ich in einem winzigen Nest namens Wawa hängen geblieben. Auf der anderen Nilseite liegt der Tempel von Soleb, den ich unbedingt sehen wollte. Der Tempel ist der best erhaltene von ganz Sudan, noch besser war damals allerdings die Tatsache, dass ich dort Abdou Rabou und seine Familie kennen gelernt habe. Bei der Familie habe ich damals zwei Tage verbracht. Ich hatte damals versprochen, die Fotos zu schicken - was ich auch getan habe. Nach vier Monaten kam der Brief allerdings zurück mit einem Stempel "nicht auslieferbar". Man ahnt, was jetzt kommt - natürlich hatte ich jetzt die Fotos im Gepäck und machte mich auf nach Wawa. Abdou Rabou lebt nach wie vor noch dort, die restliche Familie ist in Dongola, weil es dort weiterführende Schulen gibt.
Traditionelle Lokanda in Wawa, Sudan
Das war ein tolles Wiedersehen! Und natürlich eine gelungene Überraschung! Abdou Rabou betreibt inzwischen an der neuen Teerstrasse ein "Restaurant", einen kleinen Laden und eine Teestube. "Restaurant" steht in Anführungszeichen, weil es dort immer nur ein Gericht gab, nämlich Fuul. Das sind braune Bohnen, ewig eingeweicht und mindestens genauso lang gekocht. Fuul kann sehr gut schmecken, z.B. wenn man ihn mit Tomaten und Käse mischt oder wenns nur die Bohnen sind, wenn man nicht auch noch ewig viel Öl drüberkippt. Na ja, der Fuul im Restaurant war echt nur dazu da, dass man hinterher nicht mehr hungrig ist.
Gewohnt habe ich wieder bei Abdou Rabou in seinem wunderschönen großen Haus mit riesigem Innenhof. In diesem Innenhof wird auch geschlafen, in den Räumen ist es viel zu heiß.
Tempel von Soleb, Sudan

Mittwoch, 15. Mai 2013

Auf in den Sudan - per Fähre

Der Sudan - vor 10 Jahren war ich zum ersten Mal hier. Das Land hat mich damals schon begeistert. So ist es noch heute! Aber fangen wir vielleicht einfach von vorne an....
Auf der Fähre in den Sudan

Die Sache mit der Fähre von Ägypten in den Sudan - die Fahrt mit der Fähre war genial! Das auf die Fähre kommen war nicht ganz so leicht. Für mich alleine wäre es extrem schwierig gewesen mit all den Kontrollen, den kleinen Marken, die man kaufen muss (wer sie nicht hat, wird zurück geschickt auf LOS). Ja, ich war dort nicht alleine - ein netter Ägypter hat sich meiner angenommen. Meinte nur, ich solls nicht persönlich nehmen, aber er nimmt mich jetzt an der Hand und wir kämpfen uns gemeinsam durch die Menschenmassen... Aha, okay.... Dieser Schrank von Mann also vorne weg, den Koffer in der linken Hand, mich an der rechten Hand, ich den großen Rucksack auf den Schultern, vorne den kleinen.
Auf der Fähre in den Sudan
Aber es hat funktioniert.... Von anderen Touristen habe ich erfahren, dass sie drei Stunden gebraucht haben, bis sie endlich einen Fuß auf die Fähre setzen konnten - ich war in genau 35 Minuten drin. Dank sei meinem Schutzengel mit den breiten Schultern - Ahmed aus Assuan.
Nun war ich also im Familienbereich der 2. Klasse und saß bei einer recht netten Familie. Dort habe ich die heißen Stunden des Tages verbracht. Nur, weil ich um 10.30 Uhr bereits auf der Fähre war, heißt das ja nicht, dass sie dann gleich losfährt.... Abfahrt war gegen 16.00 Uhr.
Ab dann war es auf dem Deck richtig angenehm. Abends war dann schnell eine Matte und der Schlafsack ausgepackt. Schlafen unter den Sternen an Bord einer Fähre in den Sudan über den Nasserstausee- perfekt!
Morgens um 6.00 Uhr sind wir an Abu Simbel vorbeigekommen. Vom Wasser sieht der Tempel gleich noch viel riesiger aus!

Bei der Ankunft in Wadi Halfa, Sudan, wollten natürlich wieder alle gleichzeitig runter vom Schiff - genauso wie vorher alle gleichzeitig drauf wollten... Gut, dass Einreiseformalitäten für die wenigen Ausländer gleich auf dem Schiff erledigt wurden. Samt Reise-Permit, das man sich gleich noch selber schreiben durfte. Das war sehr praktisch - erspart es doch jede Menge Rennerei in Khartoum. Und man ist auf der sicheren Seite auch für die Reisezeit, bevor man überhaupt in Khartoum eintrifft.
Coole Jungs auf der Fähre in den Sudan

Sonntag, 12. Mai 2013

Assuan, Ägypten

Nach vier Nächten in Luxor ging es mit dem Zug weiter nach Assuan. Hier ist es deutlich ruhiger als in Luxor. Aber auch ruhiger als normal. Auch hier fehlen die Touristen. Überall leere Kreuzfahrtschiffe. Im Vergleich zu Luxor gibt es hier deutlich weniger zu sehen, dafür ist die Stadt aber auch nicht so hektisch.
Felukka, Assuan, Ägypten
2 Tage waren für hier geplant. Aber wie so oft beim Reisen kommen die Dinge anders als man meint. Über Jahre ist die Fähre in den Sudan immer montags gefahren. Jetzt wurde vor kurzem umgestellt - auf Sonntag. Wäre nicht weiter tragisch (ich war ja eh am Freitag abend schon dort), wenn nicht der Ticketverkauf auch früher wäre.... Ja, natürlich, ausgebucht. Hatte ich zuerst noch an Schwarzmarkt gedacht oderr einfach daran, es am Montag im Hafen zu versuchen, stellte sich heraus, dass diese Idee etwa 70 andere auch hatten....
Okay, ist einfach so. Immerhin gibts angeblich eine zusätzliche Fähre am Donnerstag. Und dafür geht der Ticketverkauf jetzt an. Also werde ich heute um 10.00 Uhr dort auf der Matte stehen und mein Ticket kaufen.
Wohnen im nubischen Dorf, Blick von der Hotelterrasse, Assuan

Dann habe ich eben noch ein paar zusätzliche Tage in Ägypten - da gibts weiß Gott schlimmere Schicksale. Abu Simbel ist nicht weit, oder eine Fahrt mit einem traditionellen Segelboot, einer so genannten Felukka. Langweilig wirds mir sicherlich nicht. Außerdem habe ich gestern das ultimative Guesthouse gefunden. Auf der westlichen (ruhigen) Seite von Assuan. Saubere, ruhige Zimmer, ein total liebenswerter nubischer Gastgeber, eine überdachte Terrasse und tolles Essen. Das Ganze für einen Sonderpreis, wenn ich ihm mit seiner Homepage helfe. Ist kein Witz, ausgerechnet ich. Aber unter den Blinden ist ja ganz offensichtlich der Einäugige der König... Und der gute Khaled war ganz fasziniert, dass ich mit ein paar Klicks auf seiner Homepage die Preise fuer ihn abändern konnte. Und dass sie dann auch so bleiben. Es ist einfach bein Vorteil, wenn man schon mal von speichern gehört hat...
Na ja, wie auch immer - hier fühlt es sich an wie Ferien. Ich wohne mitten in einem nubischen Dorf. In der Früh krähen die Hähne, Schulkinder machen sich auf den Weg, Frauen gehen auf den Markt zum Einkaufen, Männer sitzen zum Tee trinken zusammen oder rauchen Wasserpfeife.... 

Abu Simbel, Ägypten

Donnerstag, 9. Mai 2013

Luxor und die Tempel

Luxortempel Ägypten
Nun also Luxor - Luxor ist schon mit einem normalen Touristenaufgebot nur schwer zu ertragen. Ueberall selbsternannte Fremdenführer, Pferdekutschen, Taxis, Souvenirverkäufer, Gewürzhaendler und andere dienstbare Geister. 
Alle wollen nur dein bestes - dein Geld!
Und mit 50% weniger Touristen als normal geht jedes Mal der große Kampf los, kaum setzt man einen Fuß vor die Tür. Natürlich gibt es in Luxor jede Menge zu sehen - der Luxortempel, der Karnaktempel, dann die Westbank mit all den Gräbern und Tempeln dort. Man könnte Wochen hier verbringen und hätte doch immer nur einen Bruchteil gesehen!
Tempel von Karnak Luxor, Ägypten

In Luxor habe ich mir etwas ganz besonderes gegönnt - eine Fahrt mit einem Ballon in den Sonnenaufgang. Wer schon immer mal Ballon fahren wollte, hier ist eine erschwingliche Möglichkeit dafür (45 Minuten für 40 Euro). Was soll ich sagen - es war genial, einfach beeindruckend, vor allem der Tempel der Hatschepsut vom Ballon aus!

Montag, 6. Mai 2013

Oase Kharga, Ägypten

Wie auch immer, nach dieser tollen Zeit in der Wüste ging es weiter nach Dakhla. Dakhla ist ebenfalls eine Oase und ist bekannt für den alten Stadtkern, der wunderbar erhalten ist. Auch hier war ich weit und breit die einzige Touristin! Dabei gibt es in Dakhla so viel zu sehen - die Altstadt, die schattigen Palmengärten, das langsame und bedächtige Landleben.
Al Quasr, Ägypten

Von den Oasen aus gibt es eine nagelneue Teerstrasse Richtung Luxor. Das Problem ist nur, dass sie außer Touristen niemand braucht. Die Einheimischen haben normalerweise keinen Grund nach Luxor oder Assuan zu fahren. Wenn sie wohin reisen, dann Richtung Norden, nach Asyut oder eben nach Kairo.
Aus diesem Grund gibt es keinen öffentlichen Verkehr zwischen den Oasen und Luxor auf der direkten Strecke. Der Umweg via Asyut ist allerdings höllisch und bedeutet etwa 8 Stunden mehr Reisezeit. 
Es war nicht ganz leicht, aber nach einigen Telefonaten war ein anderer Tourist in der nächsten Oase 3 Stunden entfernt gefunden, der auch nach Luxor wollte. Und so konnten wir uns ein Taxi teilen. Sehr praktisch! und die Reise war auf einmal nur noch knapp 5 Stunden lang statt 13.

Schlafplatz auf dem Dach, Kharga, Ägypten

Samstag, 4. Mai 2013

Farafra und die weiße Wüste

Trotzdem, nach drei vollen Tagen in dieser Riesenstadt war es Zeit für ein neues Abenteuer und so bin ich in die westliche Wüste aufgebrochen. Mein Ziel war das kleine Dorf Farafra mitten in einer schönen Oase mit ganz vielen Palmen. Das war Bilderbuch-Oasenleben mit Eselkarren, frischem Obst und Gemüse, plätscherndem Wasser in Bewässerungsgräben und freundlichen Menschen.

Weiße Wüste, Ägypten



Zur Zeit gibt es kaum Touristen in Ägypten. Das hat natürlich was mit der Hitze zu tun (40 Grad im Mai in den Oasen ist nicht ungewöhnlich) und natürlich hat es mit der Revolution zu tun. Die Revolution schreckt viele Touristen davon ab, nach Ägypten zu reisen. Das trifft die ganze Tourismusindustrie dort - vom Kameltreiber an den Pyramiden über die Safariunternehmen in der Wüste bis hin zu den Souvenirverkäufern in Luxor, den Pferdekutschenbesitzern, Hoteliers und Felukkabesitzern am Nil. Alle leiden darunter, dass die Touristen ausbleiben. Umso größer ist der Kampf um die wenigen, die kommen.
Weiße Wüste, Ägypten

Wie auch immer - in Farafra war ich die einzige Touristin. Wohlgemerkt - ich war drei Tage dort! 

Mein Ziel war die weiße Wüste. Die liegt gerade mal 25 Kilometer von Farafra entfernt. Hier war ich schon einmal vor 14 Jahren und ich wollte unbedingt wieder in diese Wüste. In dieser Wüste gibt es sehr viel weißen Kalkstein - und der ragt in allen möglichen Formationen aus dem gelblichen Sand. Jeder halbwegs phantasievolle Mensch sieht alle möglichen Tiere in diesen Felsen. Kamele, Strauße, Enten - aber auch Pilze und Türme. Einfach toll.
Unterwegs in dieser Wüste war ich mit Hamdy, einem Safariunternehmer aus Farafra und einem jungen Mann, der fürs Kochen, Lager herrichten etc zuständig war. 
Der Tag in der weißen Wüste war einfach toll - natürlich auch zum Fotografieren. Ich hatte alle Zeit der Welt, und das auch noch morgens und abends samt einer Übernachtung unterm Sternenhimmel.
Weiße Wüste, Ägypten

Donnerstag, 2. Mai 2013

Kairo, Ägypten

Pyramiden und Sphinx, Gisa

Moschee in Kairo, Ägypten
Ja, was soll ich sagen - endlich wieder eine große Reise, endlich wieder Sand zwischen den Zehen. Endlich wieder die uralten Busse und die lahmen Züge, neben denen man getrost spazieren gehen kann ohne dass man sehr viel langsamer wäre...
Endlich mal wieder in Ägypten - 14 Jahre ist es her. Endlich wieder mal Kushari essen (eine Mischung aus Linsen, Nudeln, Kichererbsen und Tomatensoße). Die Pyramiden gucken, sich mit Kameltreibern an den Pyramiden herumärgern. Sich darüber wundern, dass es Ägypter gibt, die auf die offensichtlichsten Dinge deuten (z.B. Pyramiden), um dann zu allen Ernstes zu sagen: schau, da sind die Pyramiden. Und für diese ausufernde Erklärung natürlich ein fettes Trinkgeld erwarten!?! Welcome to Egypt, dem Land des Bakshish...
Aber es ist einfach toll. Hatte ich anfangs noch Bedenken mit meinem Hostel in Kairo für den Wahnsinnspreis von 6,68 Euro (inclusive Frühstück wohlgemerkt), stellte sich dieses Hostel als sehr angenehme und saubere Unterkunft heraus. 
Das Visum für den Sudan war innerhalb von 2 Tagen besorgt. Die Tage in Kairo konnte ich dann so richtig schön als Tourist genießen, soweit man das bei einer Stadt mit geschätzt 25 Millionen Einwohnern überhaupt sagen kann...Koptisches Kairo, islamisches Kairo, die großen Pyramiden, aber auch die Knick- und die Stufenpyramide. Und dann natürlich das riesige ägyptische Museum!
Es gibt derart viel zu sehen in Kairo, dass man dort getrost auch eine oder zwei Wochen verbringen könnte.