Freitag, 14. August 2015

Gedenkstätte Treblinka

Gedenkstätte Treblinka, Polen
Das Vernichtungslager Treblinka war im zweiten Weltkrieg das zuletzt errichtete und das größte nationalsozialistische Vernichtungslager im deutsch besetzten Polen. Von Juli 1942 bis August 1943 wurden hier vermutlich eine Million Menschen umgebracht.
In Treblinka gab es ein Arbeits- und ein Vernichtungslager. Im Arbeitslager mussten die Menschen unter fürchterlichen Bedingungen im Bergbau arbeiten. Die meisten überlebten die Strapazen nur ein paar Monate.

Gedenkstätte Treblinka, Polen
Im Vernichtungslager dagegen ging es tatsächlich ausschließlich um Effektivität – wie bringt man möglichst viele Menschen Kosten-, Zeit- und Ressourcen-sparend um?
Die Deportierten kamen alle per Zug. Diejenigen, die nicht mehr in der Lage waren, den Weg zu den Gaskammern selbst zu gehen, wurden gleich an der Rampe ausgesondert und erschossen. Die anderen mussten sich ausziehen, alle Wertgegenstände abgeben und nackt zu den Gaskammern laufen. Das System war so perfektioniert, dass zwischen der Ankunft eines Zuges und der Ermordung der Menschen nur 1 ½ Stunden lagen.

Gedenkstätte Treblinka, Polen
Im August 1943 wurde das Lager komplett abgebaut. Heute ist nichts mehr von der ursprünglichen Vernichtungsmaschinerie zu sehen – also ganz anders als z.B. in Auschwitz.
Trotzdem trifft das Mahnmal direkt ins Herz – jeder Stein steht für eine Stadt, aus der Menschen nach Treblinka gebracht wurden. 17 000 sind es insgesamt.
Eine sehr beeindruckende Art und Weise, mit dem Gedenken umzugehen!



Gedenkstätte Treblinka, Polen

Donnerstag, 13. August 2015

Südpolen – das Land der uralten Städte

Rynek, Zamosc, Polen
Südpolen lebt von seinen kleinen restaurierten Städten – überall bunte Häuslein, entweder nach dem Krieg originalgetreu wieder aufgebaut oder erst gar nicht zerstört. Alle mit einem großen Marktplatz, Rynek genannt. In den meisten Fällen mit einem großen Rathaus mittendrin.
Tarnov, Kazimierz Dolny, Zamosc – Städte, von denen bei uns keiner je etwas gehört hat. Obwohl die eine oder andere Stadt den Titel Weltkulturerbe trägt.
Touristen gibt es viele in diesen Orten, allerdings so gut wie keine ausländischen! Hier herrscht Inlandstourismus. Nicht so viel wie in den Masuren oder im Riesengebirge, aber durchaus erkennbar!

Rynek, Zamosc, Polen

Abkühlung gefällig? Rynek, Zamosc, Polen


Mittwoch, 12. August 2015

In den Tiefen des Berges - das Salzbergwerk Wieliczka

Salzbergwerk Wieliczka, Polen
Salzbergwerk Wieliczka, Polen



Das Salzbergwerk Wieliczka ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke der Welt. Seit 1978 ist es UNESCO-Weltkulturerbe. Ab dem 13. Jahrhundert wurde hier unter Tage Salz abgebaut. 






Zuerst nur mit einer Muskelkraft, ab dem 15. Jahrhundert mithilfe von Maschinen, ab dem 17. Jahrhundert wurden Pferde eingesetzt. Die Stellen gehen bis 340 Meter in die Tiefe.
Im Salzabbau arbeitet hier niemand mehr – Arbeitsplätze gibt’s trotzdem zuhauf. Und zwar für die vielen Touristen, die das Salzbergwerk besichtigen wollen. Die Tour dauert knapp 3 Stunden, es hat in den Stollen nur 12 Grad und es ist durchaus etwas klaustrophobisch in den kleinen, dunklen und niedrigen Stollen. Aber sicher kein Vergleich zu den Arbeitsbedingungen vor 500 Jahren!
Ganz besonders sehenswert – die Kapelle in knapp 100 Meter Tiefe!



Kapelle, Salzbergwerk Wieliczka, Polen
Kapelle, Salzbergwerk Wieliczka, Polen 


Salzbergwerk Wieliczka, Polen

Dienstag, 11. August 2015

Auschwitz - eine Begegnung mit der deutschen Geschichte

KZ Auschwitz, Polen



Ausgesprochen bedrückend war unser Besuch im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz. Dieser Ort war Konzentrationslager und Vernichtungslager in einem. 






KZ Auschwitz, Polen
                            "Arbeit macht frei" - zynischer gehts echt nicht mehr!

KZ Auschwitz, Polen
Die europaweit gefangen genommenen Menschen wurden per Bahn in das KZ Auschwitz transportiert. Etwa 90% waren Juden. Die Herkunftsländer waren Belgien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Jugoslawien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Sowjetunion, Tschechoslowakei und Ungarn. Man vermutet, dass 1,5 Millionen Menschen hier den Tod gefunden haben. Eine ungeheuerliche Zahl – genauso ungeheuerlich wie das, was damals geschehen ist.


Verbrennungsofen, KZ Auschwitz, Polen


Montag, 10. August 2015

Wunderschönes Krakau

Krakau, Polen



Krakow / Krakau ist eine Reise wert. Leider denken das ziemlich viele. Dementsprechend überlaufen ist die Stadt. Glauben wird’s mal wieder keiner – das kommt davon, wenn man immer schaut, möglichst wenige Touristen auf den Fotos zu haben!



Krakau, Polen

Krakau, Polen

Ganz besonders wichtig ist die Marienkirche und dort wiederum der Hochaltar von Veit Stoß. Er ist der größte Altar Europas dieser Art und entstand im 15. Jahrhundert, gestiftet wurde er von der Bürgerschaft Krakaus.
Marienkirche, Krakau, Polen
Veit Stoß Alter, Marienkirche, Krakau, Polen

Alkohole jeder Art kann man immer kaufen – im gleichen Laden gibt’s dann auch die Antialkohole!


Getränkeladen, Krakau, Polen

Samstag, 8. August 2015

Slowakei - von großen Städten, ehemaligen Bergbaustädten, hohen Bergen und Burgen.....

Burg, Bratislava


Als nächstes also in die Slowakei – und gleich nach Bratislava / Pressburg. Am gefühlt heißesten Tag unserer ganzen Reise. Angeblich hatte es 38 Grad.
Mal von der Hitze abgesehen ist Bratislava eine sehr spannende Stadt mit viel Flair. Überall Restaurants und Kneipen. Und gaaaanz viele Eisdielen.
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Bratislava, Slowakei

Bratislava, Slowakei


Bratislava, Slowakei

Danubiana, Slowakei

Etwa 15 Kilometer entfernt steht das Museum Danubiana. Im Außenbereich stehen jede Menge Skulpturen, im Inneren ausgesprochen spannende Bilder...





Danubiana, Slowakei
Danubiana, Slowakei
Banska Stiavnica, Slowakei

In der Slowakei gibt es jede Menge ehemalige Bergbaustädte – allen voran Banska Stiavnika. Die Häuser superschön hergerichtet, dazu einen Stollen, in dem es so herrrrrrlich kalt war. Dort konnten wir uns richtig gut von den 36 Grad außerhalb erholen....



Banska Stiavnica, Slowakei

Banska Stiavnica, Slowakei

Banska Stiavnica, Slowakei

Mine, Banska Stiavnica, Slowakei

 Das, was da so kalt aussieht, ist auch sehr kalt. Das ist die Hohe Tatra. Dieses Gebirge heißt nicht umsonst so: ganz 27 Kilometer lang, 12 Kilometer breit und 2600 Meter hoch. Da wird’s einem schon beim Anschauen kalt! Passend dazu ein bisschen Nieselregen und Nebel. Und einen genialen Stellplatz mit Aussicht - perfekt! 
Hohe Tatra, Slowakei
genialer Stellplatz, Hohe Tatra, Slowakei
Hohe Tatra, Slowakei






Wer gewinnt den Preis für die schönste Burg? Natürlich die Zipser Burg!

Zipser Burg, Slowakei


Donnerstag, 6. August 2015

Eine neue Tour - mit dem Wohnmobil durch Österreich, Slowakei, Polen und Tschechien

 

Nun ist endlich mal wieder soweit – eine Reise! Diesmal mit dem Wohnmobil nach Österreich, Slowakei, Polen und Tschechien. Ganze vier Wochen abtauchen – keine Email, kein Facebook, nur das gute alte Handy kommt mit an Bord.






Die Berge von Österreich sind immer für eine Reise gut – dazu Kirchen über Kirchen, auch Wallfahrtsorte wie Mariazell.

Österreich


Mariazell, Österreich