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| Kloster Voronet, Bukowina, Rumänien |
Wir standen vor Voroneț und konnten es erst einmal kaum glauben: Eine Kirche, die außen komplett bemalt ist. Und dann dieses Blau! Ein unglaublich intensives, leuchtendes Blau, das zwischen all den anderen Farben sofort ins Auge fällt. Natürlich hatten wir Bilder von den berühmten Moldauklöstern gesehen, aber davorzustehen und diese Farben tatsächlich vor sich zu haben, ist noch einmal etwas ganz anderes.
Vor allem weil wir so etwas aus Deutschland überhaupt nicht kennen. Bei uns geht man in eine Kirche hinein, um Fresken und Malereien zu sehen. Hier beginnt die Kunst schon draußen – auf den gesamten Fassaden. Und je näher man kommt, desto mehr entdeckt man: Menschen, Tiere, biblische Szenen, Ornamente und unzählige kleine Einzelheiten.
Voroneț war unser Einstieg in eine kleine Klosterrunde, die uns ziemlich begeistert hat. Insgesamt fünf Klöster wollten wir sehen: Voroneț, Humor, Moldovița, Sucevița und Arbore. Und obwohl sie alle nach einem ähnlichen Prinzip entstanden sind, hatte jedes seinen eigenen Charakter.
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| Kloster Humor, Bukowina, Rumänien |
Bei Humor ging es weiter mit den bemalten Außenwänden – und mit einer zweiten Besonderheit, die uns immer wieder auffiel: Die Klöster sind teilweise erstaunlich wehrhaft. Dicke Mauern, Türme und mächtige Tore lassen manche Anlage eher wie eine kleine Burg aussehen. Dahinter dann eine Kirche, deren Wände mit leuchtenden Bildern überzogen sind. Eine ziemlich ungewöhnliche Kombination.
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| Kloster Moldovita, Bukowina, Rumänien |
Weiter ging es nach Moldovița – und hier war für uns endgültig klar: Das ist unser persönliches Highlight von außen.
Die Farben, die vielen Details und die gesamte Anlage haben uns besonders begeistert. Wir liefen um die Kirche herum und entdeckten immer wieder etwas Neues. Man könnte wahrscheinlich ewig davorstehen und hätte noch längst nicht alles gesehen.
Und mindestens genauso schön wie die Klöster selbst war die Landschaft dazwischen. Die Straße führte durch grüne Hügel und Wälder, vorbei an kleinen Dörfern und immer wieder mit weiten Ausblicken. Besonders rund um den Pass wurde die Fahrt richtig schön.
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| Mittagspause am Pass, Bukowina, Rumänien |
Gut gestärkt ging es weiter nach Sucevița. Schon von außen beeindruckt die Anlage mit ihren mächtigen Mauern und Türmen. Fast wie eine kleine Festung liegt das Kloster in der Landschaft.
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| Kloster Sucevita, Bukowina, Rumänien |
Diesmal lag unser persönliches Highlight allerdings im Inneren.
Nach den spektakulären Außenfassaden war es noch einmal ein ganz anderer Eindruck, in der Kirche zu stehen. Wände und Gewölbe sind dicht mit Malereien bedeckt, überall Farben, Figuren und Details. Man weiß gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll.
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| Kloster Sucevita, Bukowina, Rumänien |
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| Kloster Sucevita, Bukowina, Rumänien |
Damit waren unsere persönlichen Favoriten eindeutig: Moldovița außen, Sucevița innen.
Zum Abschluss unserer Runde wartete noch Arbore auf uns. Die Anlage ist kleiner und wirkt dadurch etwas ruhiger. Auch hier ist die Kirche außen bemalt, und nach den großen Eindrücken der anderen Klöster war das ein schöner Abschluss.
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| Kloster Arbore, Bukowina, Rumänien |
Die fünf Klöster – Voroneț, Humor, Moldovița, Sucevița und Arbore – gehören zu den besonderen Schätzen der Bukowina. Sie entstanden größtenteils im 15. und 16. Jahrhundert, und ihre Malereien erzählen biblische Geschichten. Viel spannender als ein kunsthistorischer Vortrag war für uns allerdings, sie einfach auf uns wirken zu lassen.
Denn genau das hat uns an dieser Klosterrunde so begeistert: diese unglaublichen Farben, die bemalten Außenwände, die wehrhaften Mauern und Türme – und dazwischen immer wieder diese wunderschöne Landschaft.
Und nach so viel Kultur freuen wir uns jetzt auf einen ganz anderen Tag: Morgen geht es weiter Richtung Bicaz-Stausee und Bicaz-Schlucht – diesmal stehen also vor allem Berge, Wasser und Landschaft auf unserem Programm.








