| Parlament, Budapest, Ungarn |
Nach unserem eher rustikalen Einstieg in Varbalog ging es weiter nach Budapest. Und gleich hier hatten wir einen echten Glücksgriff: unser „Cosy Studio at the Castle“.
| Cosy studio at the castle, Budapest, Ungarn |
Klein, aber fein – mit Balkon und vor allem mit einer Lage, die für unseren Budapest-Aufenthalt kaum besser hätte sein können. Keine zehn Minuten von der Fischerbastei entfernt. Das bedeutete: Wir mussten uns nicht überlegen, wann wir zur Bastei gehen. Wir konnten einfach jederzeit hin.
Und das haben wir auch getan.
Tag 1 – Erst einmal ankommen
Wir kamen am Nachmittag an und machten genau das, was man nach einer längeren Autofahrt eigentlich machen sollte: laufen.
| Bastei, Budapest, Ungarn |
Unser erster Stadtbummel führte uns entlang der Donau und natürlich hinauf zur Fischerbastei. Schon beim ersten Blick über die Donau war klar: Budapest wird uns gefallen.
| Blick von der Fischerbastei auf das Parlament, Budapest, Ungarn |
Das Parlament auf der anderen Seite, die Donau, die Brücken und die Stadt dahinter – man kann hier ziemlich schnell vergessen, dass man eigentlich gerade erst angekommen ist und noch gar nicht richtig weiß, wo was liegt.
Also blieben wir erst einmal dort, schauten und liefen weiter.
Tag 2 – Budapest zu Fuß
Am nächsten Tag ging es richtig los. Unser Fortbewegungsmittel Nummer eins war eindeutig: die eigenen Füße.
| Siegessäule, Budapest |
Wir liefen zur Siegessäule, schauten uns den Dom an und streiften durch das jüdische Viertel. Budapest lässt sich wunderbar erlaufen, und genau das macht für uns den Reiz einer Stadt aus. Man sieht eben nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern kommt automatisch durch Straßen und Viertel, in die man mit einem klassischen Besichtigungsprogramm vielleicht gar nicht geraten wäre.
Diesmal zum Sonnenuntergang.
Wenn man eine Unterkunft so günstig zur Bastei hat, wäre es ja geradezu fahrlässig, das nicht auszunutzen.
Und der Blick auf Budapest, während langsam die Sonne verschwindet, ist tatsächlich jedes Mal wieder beeindruckend.
Tag 3 – Sonnenaufgang, Hochzeitspaare und Kunst
Am dritten Morgen standen wir früh auf. Sehr früh.
Denn wenn die Fischerbastei zehn Minuten entfernt ist, kann man natürlich auch einmal zum Sonnenaufgang hingehen.
| Fischerbastei, Budapest, Ungarn |
Wir waren allerdings nicht die Einzigen mit dieser Idee. Schon am frühen Morgen wimmelte es rund um die Bastei von Hochzeitspaaren und Fotografen. Brautkleider, Anzüge, Kameras und jede Menge sehr konzentrierte Fotografen, die offenbar genau den richtigen Platz und das perfekte Licht erwischen wollten.
Wir hatten dagegen einen ganz anderen Vorteil: Wir mussten nichts inszenieren. Wir konnten einfach herumspazieren und zuschauen.
Und tatsächlich ist die Bastei am frühen Morgen eine ganz andere als später am Tag. Noch vergleichsweise ruhig, das Licht wird langsam heller und Budapest liegt einem zu Füßen.
Danach ging es durch das Burgviertel, bevor wir uns mit der Straßenbahn auf den Weg zum Museum Ludwig machten.
Von dort liefen wir weiter zu den Markthallen. Und natürlich blieb es nicht bei den Markthallen. Durch das jüdische Viertel ging es anschließend wieder zu Fuß zurück zu unserer Unterkunft.
Man könnte sagen, wir hatten an diesem Tag das Prinzip „Öffentliche Verkehrsmittel“ ziemlich konsequent umgesetzt: einmal Straßenbahn – und den Rest laufen.
Aber damit war der Tag noch lange nicht vorbei.
Budapest bei Nacht – aber bitte ohne Selfie-Stick vor der Nase
Am Abend wollten wir Budapest noch einmal ganz anders sehen: beleuchtet.
Natürlich kann man dafür eine Donaufahrt buchen. Aber wir hatten darauf ungefähr so viel Lust wie auf einen Abend im überfüllten Reisebus. Wir wollten nicht stundenlang mit ein paar hundert anderen Menschen auf einem Boot sitzen und uns gegenseitig mit Selfie-Sticks die Sicht auf das Parlament versperren.
Also machten wir es wieder auf unsere Art: zu Fuß.
Wir gingen zur Donau, schauten zum beleuchteten Parlament, liefen ein Stück weiter, wechselten die Perspektive und blieben einfach dort stehen, wo es uns gefiel. Kein festgelegter Ablauf, keine Sitzplatzsuche und vor allem niemand, der uns den Selfie-Stick direkt vor die Nase hielt.
Später ging es noch einmal hinauf zur Fischerbastei, die inzwischen ebenfalls wunderschön beleuchtet war.
Und genau das war für uns viel schöner als eine festgelegte Schiffsrunde. Wir konnten kommen und gehen, wann wir wollten, uns Zeit lassen und Budapest einfach auf uns wirken lassen.
Überhaupt war Budapest für uns eine dieser Städte, bei denen man ständig denkt: Ach, da schauen wir auch noch kurz hin.
Aus dem kurzen Blick wird ein Spaziergang, aus dem Spaziergang eine Sehenswürdigkeit und aus der Sehenswürdigkeit irgendwann der nächste Stadtteil.
Drei Tage waren dafür eigentlich genau richtig – und gleichzeitig viel zu kurz.
Wir
haben viel gesehen, sind unzählige Kilometer gelaufen, haben
Budapest bei Sonne, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und in voller
Beleuchtung erlebt und hatten dabei nie das Gefühl, ein festes
Besichtigungsprogramm abarbeiten zu müssen.
Und vielleicht war genau das das Schönste daran.
Budapest hat richtig Spaß gemacht.
| Foto-Shooting an der Bastei, Budapest, Ungarn |
| 30. Geburtstag mal anders feiern - morgens auf der Bastei, Budapest, Ungarn |
| Kettenbrücke, Budapest, Ungarn |
| Synagoge, Budapest, Ungarn |
| Bastei, Budapest, Ungarn |
| Burgviertel, Budapest, Ungarn |
| Markthalle, Budapest, Ungarn |
| Parlament, Budapest, Ungarn |


























