Freitag, 4. September 2026

Budapest – drei Tage zwischen Donau, Bastei und beleuchteter Stadt

Parlament, Budapest, Ungarn

Nach unserem eher rustikalen Einstieg in Varbalog ging es weiter nach Budapest. Und gleich hier hatten wir einen echten Glücksgriff: unser „Cosy Studio at the Castle“.

Cosy studio at the castle, Budapest, Ungarn


Klein, aber fein – mit Balkon und vor allem mit einer Lage, die für unseren Budapest-Aufenthalt kaum besser hätte sein können. Keine zehn Minuten von der Fischerbastei entfernt. Das bedeutete: Wir mussten uns nicht überlegen, wann wir zur Bastei gehen. Wir konnten einfach jederzeit hin.

Und das haben wir auch getan.



Tag 1 – Erst einmal ankommen

Wir kamen am Nachmittag an und machten genau das, was man nach einer längeren Autofahrt eigentlich machen sollte: laufen.

Bastei, Budapest, Ungarn


Unser erster Stadtbummel führte uns entlang der Donau und natürlich hinauf zur Fischerbastei. Schon beim ersten Blick über die Donau war klar: Budapest wird uns gefallen.




Blick von der Fischerbastei auf das Parlament, Budapest, Ungarn

Das Parlament auf der anderen Seite, die Donau, die Brücken und die Stadt dahinter – man kann hier ziemlich schnell vergessen, dass man eigentlich gerade erst angekommen ist und noch gar nicht richtig weiß, wo was liegt.

Also blieben wir erst einmal dort, schauten und liefen weiter.

Tag 2 – Budapest zu Fuß

Am nächsten Tag ging es richtig los. Unser Fortbewegungsmittel Nummer eins war eindeutig: die eigenen Füße.

Siegessäule, Budapest

Wir liefen zur Siegessäule, schauten uns den Dom an und streiften durch das jüdische Viertel. Budapest lässt sich wunderbar erlaufen, und genau das macht für uns den Reiz einer Stadt aus. Man sieht eben nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern kommt automatisch durch Straßen und Viertel, in die man mit einem klassischen Besichtigungsprogramm vielleicht gar nicht geraten wäre.


Dom, Budapest
Am Abend ging es wieder zur Fischerbastei.

Diesmal zum Sonnenuntergang.

Wenn man eine Unterkunft so günstig zur Bastei hat, wäre es ja geradezu fahrlässig, das nicht auszunutzen.

Und der Blick auf Budapest, während langsam die Sonne verschwindet, ist tatsächlich jedes Mal wieder beeindruckend.




Tag 3 – Sonnenaufgang, Hochzeitspaare und Kunst

Am dritten Morgen standen wir früh auf. Sehr früh.

Denn wenn die Fischerbastei zehn Minuten entfernt ist, kann man natürlich auch einmal zum Sonnenaufgang hingehen.

Fischerbastei, Budapest, Ungarn


Wir waren allerdings nicht die Einzigen mit dieser Idee. Schon am frühen Morgen wimmelte es rund um die Bastei von Hochzeitspaaren und Fotografen. Brautkleider, Anzüge, Kameras und jede Menge sehr konzentrierte Fotografen, die offenbar genau den richtigen Platz und das perfekte Licht erwischen wollten.



Wir hatten dagegen einen ganz anderen Vorteil: Wir mussten nichts inszenieren. Wir konnten einfach herumspazieren und zuschauen.






Und tatsächlich ist die Bastei am frühen Morgen eine ganz andere als später am Tag. Noch vergleichsweise ruhig, das Licht wird langsam heller und Budapest liegt einem zu Füßen.

Danach ging es durch das Burgviertel, bevor wir uns mit der Straßenbahn auf den Weg zum Museum Ludwig machten.


Von dort liefen wir weiter zu den Markthallen. Und natürlich blieb es nicht bei den Markthallen. Durch das jüdische Viertel ging es anschließend wieder zu Fuß zurück zu unserer Unterkunft.

Man könnte sagen, wir hatten an diesem Tag das Prinzip „Öffentliche Verkehrsmittel“ ziemlich konsequent umgesetzt: einmal Straßenbahn – und den Rest laufen.

Aber damit war der Tag noch lange nicht vorbei.

Budapest bei Nacht – aber bitte ohne Selfie-Stick vor der Nase

Am Abend wollten wir Budapest noch einmal ganz anders sehen: beleuchtet.

Natürlich kann man dafür eine Donaufahrt buchen. Aber wir hatten darauf ungefähr so viel Lust wie auf einen Abend im überfüllten Reisebus. Wir wollten nicht stundenlang mit ein paar hundert anderen Menschen auf einem Boot sitzen und uns gegenseitig mit Selfie-Sticks die Sicht auf das Parlament versperren. 



Also machten wir es wieder auf unsere Art: zu Fuß.

Wir gingen zur Donau, schauten zum beleuchteten Parlament, liefen ein Stück weiter, wechselten die Perspektive und blieben einfach dort stehen, wo es uns gefiel. Kein festgelegter Ablauf, keine Sitzplatzsuche und vor allem niemand, der uns den Selfie-Stick direkt vor die Nase hielt.

Später ging es noch einmal hinauf zur Fischerbastei, die inzwischen ebenfalls wunderschön beleuchtet war.


Und genau das war für uns viel schöner als eine festgelegte Schiffsrunde. Wir konnten kommen und gehen, wann wir wollten, uns Zeit lassen und Budapest einfach auf uns wirken lassen.

Überhaupt war Budapest für uns eine dieser Städte, bei denen man ständig denkt: Ach, da schauen wir auch noch kurz hin.


Aus dem kurzen Blick wird ein Spaziergang, aus dem Spaziergang eine Sehenswürdigkeit und aus der Sehenswürdigkeit irgendwann der nächste Stadtteil.

Drei Tage waren dafür eigentlich genau richtig – und gleichzeitig viel zu kurz.

Wir haben viel gesehen, sind unzählige Kilometer gelaufen, haben Budapest bei Sonne, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und in voller Beleuchtung erlebt und hatten dabei nie das Gefühl, ein festes Besichtigungsprogramm abarbeiten zu müssen.

Und vielleicht war genau das das Schönste daran.

Budapest hat richtig Spaß gemacht.

Foto-Shooting an der Bastei, Budapest, Ungarn

30. Geburtstag mal anders feiern - morgens auf der Bastei, Budapest, Ungarn

Kettenbrücke, Budapest, Ungarn

Synagoge, Budapest, Ungarn

Bastei, Budapest, Ungarn

Burgviertel, Budapest, Ungarn

Markthalle, Budapest, Ungarn

Parlament, Budapest, Ungarn



Montag, 31. August 2026

Sechs Wochen, ein Schlüssel und ein paar Ziegen

Sechs Wochen Roadtrip liegen vor uns. Deutschland – Ungarn – Rumänien – Serbien – Kroatien – Slowenien – Österreich – Deutschland. Der Plan ist ambitioniert: möglichst wenig Autobahn, dafür möglichst viel sehen. Die Schwerpunkte liegen in Rumänien und Serbien, und zwischendurch wollen wir uns immer wieder auf kleine Straßen und noch kleinere Orte einlassen.

Der erste davon heißt Varbalog.

Varbalog liegt direkt an der österreichisch-ungarischen Grenze und ist, sagen wir mal, überschaubar. Unser Quartier war das örtliche Gasthaus – mit genau einem einzigen Gästezimmer. Damit war die Frage nach dem richtigen Zimmer schon einmal erfreulich unkompliziert geklärt.

Das Zimmer war rustikal. Sehr rustikal. Aber für die erste Nacht völlig ausreichend – schließlich waren wir gerade erst losgefahren und hatten noch keinen Grund, uns über Komfort zu beschweren. Das kommt erfahrungsgemäß früh genug.

Zum Abendessen gab es Schnitzel mit Kartoffelsalat. Also genau das, was man nach einem langen Reisetag braucht und was außerdem ziemlich eindeutig signalisiert: Wir sind in Ungarn angekommen.

Allerdings sollte man in Varbalog nicht allzu spät mit dem Essen anfangen. Um 19.30 Uhr wurde das Gasthaus zugesperrt.

Kein Problem. Wir hatten einen Schlüssel.

Damit waren wir vermutlich die einzigen Gäste im Ort, die nach 19.30 Uhr noch Zutritt zu einem verschlossenen Gasthaus hatten. Was wir damit anfangen sollten, war allerdings eine andere Frage.



Also spazierten wir noch ein bisschen herum. Beim Nachbarn gab es Ziegen und Schafe, die deutlich unterhaltsamer waren, als es ihre Größe vermuten ließ. Ansonsten begegneten uns vor allem Pferde. Viel mehr braucht es für einen ersten Abend nach einem langen Fahrtag eigentlich auch nicht.

So begann also unser sechswöchiger Roadtrip: ein kleines Dorf, ein rustikales Zimmer, Schnitzel mit Kartoffelsalat, ein Schlüssel für ein abgeschlossenes Gasthaus und ein paar neugierige Ziegen.

Nicht gerade der spektakulärste Auftakt.

Aber irgendwie ein ziemlich guter.

Denn genau solche Orte sind es, die wir auf dieser Reise suchen. Orte, an denen man nicht wegen einer berühmten Sehenswürdigkeit landet, sondern einfach, weil sie auf dem Weg liegen – und bei denen man hinterher denkt: Gut, dass wir hier angehalten haben.

Und das war erst der Anfang. Vor uns liegen noch Ungarn, Rumänien, Serbien, Kroatien, Slowenien.

Wir sind gespannt, was uns erwartet.

Und hoffen vorsichtshalber, dass nicht überall um 19.30 Uhr zugesperrt wird.


Dienstag, 7. Oktober 2025

Roadtrip durch den Triglav Nationalpark – Schnee, Soca & slowenische Riesen

Triglav Nationalpark, Slowenien

Eigentlich wollten wir über den Vršič-Pass zurück Richtung Regensburg – den höchsten Straßenpass Sloweniens, berühmt für seine endlosen Serpentinen und atemberaubenden Ausblicke. Doch: gesperrt wegen Schnee. Tja, so kann’s gehen in den Julischen Alpen. Also hieß es Plan B: einfach los, schauen, was kommt. Und das war genau richtig. 


Socatal, Slowenien

Unsere Fahrt führte uns ins Socatal, wo die Soca in einem fast unwirklich türkisen Blau durch das Tal rauscht. Über uns ragten die riesigen Felswände des Triglav-Massivs in den Himmel – schneebedeckt, mächtig, still. Man fühlt sich dort ganz klein, aber irgendwie auch frei.




Jeder Halt war ein kleines Abenteuer: Brücken über schmale Schluchten, kurze Spaziergänge ans Ufer, das Rauschen des Wassers, das Echo der Berge. Und natürlich jede Menge Fotostopps, weil man dieses Panorama einfach nicht in einem Bild festhalten kann.

Socatal, Slowenien

Der Triglav Nationalpark ist wie ein riesiger Abenteuerspielplatz für alle, die gerne Outdoor unterwegs sind. Jede Kurve öffnet ein neues Panorama: schroffe Gipfel, tiefe Täler, glitzernder Schnee auf den Bergkämmen. Selbst vom Auto aus fühlt es sich an, als würde man durch eine Natur-Doku fahren – nur dass man mittendrin ist.




Weil der Vršič-Pass zu war, führte uns die Straße kurzerhand durch Italien. Musik an, Sonne im Gesicht, ein paar Serpentinen und schon geht’s wieder zurück nach Slowenien, und zwar nach Kranjska Gora, dem letzten Stopp unserer Reise.

Auch ohne Pass war’s ein unvergesslicher Roadtrip. Zwischen gigantischen Bergen, türkisfarbenen Flüssen und einer ordentlichen Portion Spontaneität hat uns der Triglav Nationalpark gezeigt: Manchmal sind es die geschlossenen Wege, die zu den schönsten Umwegen führen.


Triglav Nationalpark, Slowenien

Von Kranjska Gora wars dann nur noch ein gefühlter Katzensprung bis nach Hause.







Fünf Wochen, unzählige Kilometer, 20 Grenzüberquerungen, drei Währungen, viele Cevapis und noch mehr „Wow“-Momente – unser Balkan-Roadtrip ist vorbei! Von einsamen Bergstraßen über türkisblaue Seen und spannende Städte samt chaotischem Stadtverkehr – wir haben alles mitgenommen, was diese Ecke Europas zu bieten hat.

Wir haben uns in bunten Märkten verloren, in Bergen gefroren, uns in Altstädten verlaufen, sind in die Geschichte der Länder eingetaucht und haben uns durch jede Menge Cevapis, Burek und einheimische Weine probiert. Jeder Tag war anders, jeder Stopp ein kleines Abenteuer.

Jetzt heißt es erstmal durchatmen, Fotos sortieren und realisieren, was wir da eigentlich alles erlebt haben. Der Balkan hat uns definitiv gepackt – wild, herzlich, ein bisschen rau, aber unglaublich echt. 

Bis zum nächsten Roadtrip – der Toyota steht schon ungeduldig in der Einfahrt!


Socatal, Slowenien

Kranjska Gora, Slowenien

Triglav Nationalpark, Slowenien

Triglav Nationalpark, Slowenien

Socatal, Slowenien

Triglav Nationalpark, Slowenien

Triglav Nationalpark, Slowenien

Triglav Nationalpark, Slowenien



Montag, 6. Oktober 2025

Wo die Erde durchatmet – unser Besuch in der Höhle von Škocjan

Ausgang der Höhle von Škocjan, Slowenien

Wenn man glaubt, man hat schon jede Art von Höhle gesehen – Tropfsteine, kleine Gänge, Stalaktiten und Co. – dann sollte man dringend nach Škocjan fahren.

Denn hier geht’s nicht einfach „in eine Höhle“. Hier taucht man in eine andere Welt ab.

Schon am Eingang ahnt man, dass das kein gewöhnlicher Ausflug wird. Der Weg führt erst durch kleinere Tropfsteinhallen – hübsch, beeindruckend, aber noch ganz „normal“.
Und dann öffnet sich plötzlich die Höhle – und vor einem liegt ein unterirdischer Canyon, durch den ein reissender Fluss tost.
Man steht auf Brücken, blickt in die Tiefe und hört das Donnern des Wassers, das irgendwo im Dunkel verschwindet. Es ist ein bisschen wie „Herr der Ringe“, nur ohne Orks. (Und mit besseren Wegen.) 

Das Ganze ist so riesig, dass man Mühe hat, die Dimensionen zu begreifen. Die Felsen sind hunderte Meter hoch, der Fluss tobt tief unten, und die Luft vibriert förmlich vor Energie.

Ausgang der Höhle von Škocjan, Slowenien


Im Inneren darf man nicht fotografieren – was im ersten Moment schade ist, aber eigentlich genial.
Denn so schaut man endlich mal wirklich hin, statt durchs Display. Und das lohnt sich. Die Höhle ist so spektakulär, dass man ohnehin kein Foto machen könnte, das diese Stimmung festhält.

Also: Kamera weg, Jacke zu, Mund offen. Staunen inklusive.



Der Weg durch die Höhle ist gut gesichert, aber man spürt trotzdem dieses Gefühl von Abenteuer – der Fluss donnert unten vorbei, die Wände tropfen, und an manchen Stellen weht einem ein kühler Luftzug entgegen.
Man läuft durch Tunnel, über Brücken und an gewaltigen Felswänden entlang – und jedes Mal denkt man: Es kann doch nicht noch beeindruckender werden.
Doch, kann es. Immer wieder.

Die Škocjan-Höhle ist kein „netter Zwischenstopp“ – sie ist ein echtes Naturwunder.
Der unterirdische Fluss, der gewaltige Canyon, die Stille (unterbrochen nur vom Rauschen des Wassers) – all das macht diesen Ort einzigartig.

Kein Foto, kein Video kann das Gefühl wiedergeben, dort unten zu stehen.
Man muss es sehen, hören und spüren – mit den eigenen Augen, nicht mit der Linse.

Oder kurz gesagt: Extrem spektakulär. Punkt.

Reisetipp

  • Eintritt: Rund 18-25 € pro Person (je nach Saison), Führungen starten zu festen Zeiten.

  • Vorbuchen!

  • Dauer: Etwa 1,5 Stunden (je nach Tour). Der Weg führt teils bergauf und -ab – festes Schuhwerk lohnt sich!

  • Temperatur: Drinnen ist es konstant 10–12 °C – also unbedingt eine Jacke mitnehmen.

  • Fotografie: Im Inneren nicht erlaubt – die beste Kamera sind hier eure Augen

  • Tipp: Wer nach dem Besuch noch Energie hat, sollte den Panoramaweg über der Schlucht mitnehmen – dort hat man einen tollen Blick über das Karstgebiet (in der Nachsaison ist der Weg geschlossen!)

Ausgang der Höhle von Škocjan, Slowenien



Unter Tage statt unterm Regenschirm – unser Ausflug zur Höhle von Postojna

Höhle von Postojna, Slowenien

Es gibt Tage, da spielt das Wetter einfach nicht mit. Unser Besuch bei der Höhle von Postojna fiel genau auf so einen: Regen. Nicht ein bisschen Niesel, sondern richtiger Dauerregen deluxe – das volle Programm.

Also dachten wir uns: Wenn’s draußen nass ist, warum nicht gleich unter die Erde?

Offenbar hatten alle anderen Touristen dieselbe Idee, denn der Parkplatz war gut gefüllt. Kein Wunder – die Postojna-Höhle ist eine der bekanntesten in Europa, und bei Regen quasi der perfekte Zufluchtsort.

Zug in die Höhle von Postojna, Slowenien


Bevor’s losgeht, steigt man in einen kleinen Zug mit offenen Waggons – ja, offen! Also Mütze festhalten und Jacke zuziehen, denn der Fahrtwind ist frisch. Sehr frisch.
Und dann: Abfahrt in die Tiefe!





Nach ein paar Minuten öffnet sich die Höhle zu riesigen Hallen – und das ist wirklich beeindruckend. Tropfsteine in allen Formen, funkelnde Wände, bizarre Gebilde, die aussehen, als hätte jemand die Kulisse für einen Fantasyfilm gebaut.
Man läuft staunend durch diese unterirdische Welt und fragt sich zwischendurch, wie so etwas überhaupt entstehen kann.

Höhle von Postojna, Slowenien

Kleiner Tipp: Warm anziehen! Drinnen ist es konstant kühl – rund 10 Grad – und nach der Zugfahrt fühlt man sich fast wie in einer Tiefkühltruhe mit Beleuchtung.
Aber das Erlebnis macht’s locker wieder wett. Die Dimensionen sind einfach unglaublich – man fühlt sich winzig klein zwischen all den Felsformationen.




Nach so viel Unterwelt brauchten wir wieder etwas Tageslicht – und sind weiter zum Höhlenkloster Predjama gefahren, das spektakulär in eine Felswand gebaut ist.
Schon die Anfahrt ist beeindruckend: Das Schloss klebt buchstäblich am Berg, halb Felsen, halb Festung – ein echter Hingucker! 


Höhlenkloster Predjama, Slowenien

Wir haben es nur von außen besichtigt, aber das hat völlig gereicht. Der Anblick ist einfach filmreif, und man kann sich kaum vorstellen, wie man hier damals gelebt hat – mitten im Felsen, mit Geheimgängen und Blick über das Tal.

Und das Beste: Am späten Nachmittag kam endlich die Sonne heraus!
Nach dem grauen Vormittag in der Höhle lag das Schloss nun golden im Licht, und die Felsen leuchteten fast. Perfekter Abschluss für einen Tag, der wettertechnisch wirklich alles geboten hat – von Dauerregen bis Postkartenblick. 

Fazit: Statt trüber Laune wegen Regenwetter gabs für uns ein Abenteuer unter der Erde und ein Märchenschloss im Felsen – mit Sonnenschein als Bonus zum Schluss.
Die Höhle von Postojna ist ein absolutes Muss – auch (oder gerade) bei Regen – und Predjama rundet den Ausflug perfekt ab.

Kalt war’s, nass war’s, sonnig war’s – kurz gesagt: ein Tag voller Kontraste und absolut unvergesslich!

Reisetipp

  • Eintritt: Die Postojna-Höhle kostet rund 33 € pro Person (Kombi-Ticket mit Predjama lohnt sich, wenn man das Kloster auch von innen sehen will).

  • Vorbuchen, um Enttäuschungen zu vermeiden

  • Dauer: Plant etwa 1,5 bis 2 Stunden für die Höhle ein, plus Fahrzeit nach Predjama (ca. 15 Minuten).

  • Kleidung: In der Höhle sind es ganzjährig etwa 10 °C – also Jacke nicht vergessen, selbst wenn’s draußen heiß ist. Es tropft - Tropfsteinhöhle – also sind Mütze oder Kaputze sehr sinnvolle Begleiter

  • Beste Kombi: Vormittags die Höhle (idealerweise mit frühem Ticket) – nachmittags das Kloster, am besten bei Sonnenschein

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien

Höhle von Postojna, Slowenien



Sonntag, 5. Oktober 2025

Plitwitzer Postkartenmotive & ein frostiger Abend in Senj

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Die Plitwitzer Seen – schon der Name klingt nach türkisblauem Wasser, rauschenden Wasserfällen und Insta-tauglichen Aussichten. Und ehrlich? Genau so ist es auch!

Nur eines muss man vorher wissen: Bevor man überhaupt die ersten Stege betritt, steht man vor der wichtigsten Frage des Tages – Route H oder C?


Plitwitzer Seen, Kroatien

Route C lockt mit dem großen Wasserfall gleich zu Beginn. Man startet unten im Park, hat morgens seine Ruhe, bevor die Touristenströme kommen – und kann den Wasserfall fast in meditativer Stille bestaunen (na gut, mit ein paar Kameraklicks im Hintergrund).
Der Haken: Nach der Bootsfahrt geht’s bergauf. Und zwar ordentlich. Wer also nicht so auf spontane Cardioeinheiten steht, wird hier gut wach. 


Plitwitzer Seen, Kroatien

Route H hingegen klingt fast zu schön, um wahr zu sein: Man wird ganz gemütlich nach oben gefahren und läuft dann die ganze Zeit bergab – mit fantastischen Ausblicken auf die Seen.
Nur blöd, dass man die unteren Wasserfälle erst nachmittags erreicht – also genau dann, wenn halb Europa dieselbe Idee hatte. 



Plitwitzer Seen, Kroatien

Wir haben uns für H entschieden und waren mega zufrieden. Die Strecke ist abwechslungsreich, die Landschaft traumhaft, und das bergab-Wandern fühlt sich fast wie Schummeln an.
Okay, an den unteren Seen war’s dann etwas voller, aber bei dieser Kulisse vergisst man das schnell. Und wenn man ein bisschen Geduld (oder gute Ellenbogen-Taktik) hat, bekommt man trotzdem seine ruhigen Fotomomente.



Nach so viel Natur pur ging’s für uns weiter Richtung Küste – Ziel: Senj. Eine hübsche kleine Stadt am Meer, mit einer Wohnung, die laut Beschreibung „atemberaubenden Meerblick vom Balkon“ bot.

Und das stimmte! Der Blick war wirklich der Hammer – wenn man das Meer denn sehen konnte. Denn kaum angekommen, zog der Himmel zu, der Wind pfiff, und plötzlich fühlte es sich eher nach Herbsturlaub in Norwegen an als nach Kroatien im Spätsommer. Das Beste (oder Schlimmste?): Die Wohnung hatte keine Heizung!


Blick vom Balkon, Senj, Kroatien

Aber Not macht erfinderisch! Der Backofen wurde kurzerhand zum Wärmespender umfunktioniert. Nicht ganz energieeffizient, aber hey – es hat funktioniert.

Fazit: Die Plitwitzer Seen waren ein absolutes Highlight – Wasserfälle, türkisblaues Wasser und Naturidylle pur. Die Weiterfahrt nach Senj hätte wettertechnisch etwas gnädiger sein dürfen, aber immerhin haben wir gelernt: Ein Backofen kann vieles – sogar Herz (und Füße) wärmen.

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien

Plitwitzer Seen, Kroatien