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| Zlatibor, Serbien |
Manchmal liegen zwischen zwei Ausflugszielen Welten. Heute erleben wir das besonders deutlich: erst Zlatibor, wo offenbar jemand beschlossen hat, dass größer, höher und auffälliger grundsätzlich besser ist. Und anschließend die Ovčar-Kablar-Schlucht, in der die Natur zeigt, dass sie für große Effekte keine Betonmischer braucht.
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| Zlatibor, Serbien |
Zlatibor gilt als beliebter Ferienort in Serbien. Wir fahren mitten hinein ins touristische Zentrum und fragen uns ziemlich schnell, ob wir hier wirklich richtig sind. Riesige Gebäude wachsen in den Himmel, Hotels und Restaurants drängen sich dicht an dicht, dazwischen ein Riesenrad und allerlei Architektur, bei der man sich fragt, was sich die Planer dabei gedacht haben.
Alles wirkt gewaltig, dicht und irgendwie maßlos. Wer auf möglichst viel Beton, große Fassaden und eine ordentliche Portion Größenwahn steht, dürfte hier glücklich werden. Wir sind es eher nicht.
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| Zlatibor, Serbien |
Zlatibor ist jedenfalls ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man einen Ferienort mit immer neuen Bauten zupflastern kann. Wir haben genug gesehen und sind froh, als wir wieder unterwegs sind. Unser heutiges Ziel verspricht deutlich mehr Natur und hoffentlich weniger architektonische Zumutungen.
In der Ovčar-Kablar-Schlucht angekommen, wird es gleich angenehmer. Die Landschaft ist grün, die Umgebung ruhiger, und wir können uns wieder auf das konzentrieren, weshalb wir unterwegs sind: etwas entdecken, schöne Ausblicke genießen und möglichst wenig Beton bestaunen.
Unser erster Halt ist das Kloster Blagoveštenje. Das orthodoxe Kloster aus dem 17. Jahrhundert liegt inmitten der grünen Landschaft und bildet einen schönen, ruhigen Auftakt zu unserem Ausflug. Nach dem Trubel von Zlatibor tut es gut, hier erst einmal einen Gang herunterzuschalten.
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| Kloster Blagoveštenje, Slowenien |
Von dort geht es weiter zum östlichen Aussichtspunkt beim Funkmast. Hier zeigt sich die Schlucht von einer ganz anderen Seite. Die Landschaft ist beeindruckend, und wir können uns in Ruhe umsehen und natürlich auch fotografieren. Genau solche Plätze gefallen uns: kein riesiges Unterhaltungsprogramm, sondern Natur, Aussicht und ein bisschen Zeit zum Schauen.
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| Aussichtspunkt Funkmast, Ovčar-Kablar-Schlucht, Serbien |
Als Nächstes steht der Skywalk auf unserem Programm. Das klingt vielversprechend, schließlich verspricht so ein Aussichtssteg besondere Perspektiven. Wir freuen uns auf den Blick in die Schlucht und fahren hin.
Was wir allerdings nicht einkalkuliert haben: Bis zum Skywalk müssen wir erst einmal rund 600 Meter den Berg hinauf.
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| Skywalk, Ovčar-Kablar-Schlucht, Serbien |
600 Meter bergauf können eine ziemlich überschaubare Strecke sein. Zumindest dann, wenn man sie nicht gerade vor sich hat und feststellt, dass der Weg ordentlich steil ansteigt. Wir hatten jedenfalls mit einem etwas bequemeren Zugang gerechnet. Tja, wieder etwas gelernt: Bei Aussichtspunkten sollte man nicht nur fragen, wie schön die Aussicht ist, sondern auch, wie man hinkommt.
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| Skywalk, Ovčar-Kablar-Schlucht, Serbien |
Der Aufstieg ist hart erkämpft. Wir arbeiten uns nach oben, Schritt für Schritt, und irgendwann ist es tatsächlich geschafft. Oben angekommen, können wir endlich den Skywalk genießen.
Und der ist wirklich klasse! Der Aussichtssteg bietet eine tolle Perspektive auf die Landschaft der Ovčar-Kablar-Schlucht. Nach dem mühsamen Aufstieg ist die Freude über den Ausblick gleich doppelt so groß. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir uns die Aussicht redlich verdient haben.
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| Skywalk, Ovčar-Kablar-Schlucht, Serbien |
Der Skywalk ist jedenfalls ein echtes Highlight unseres Tages. Die 600 Meter bergauf hätten wir vorher nicht unbedingt gebraucht, aber die Aussicht entschädigt uns dafür.
Am Ende nehmen wir aus diesem Tag zwei sehr unterschiedliche Eindrücke mit. Zlatibor hat uns mit seinen gewaltigen Bauten, Hotels und touristischen Attraktionen eher abgeschreckt. Die Ovčar-Kablar-Schlucht dagegen zeigt, wie schön Serbien abseits der großen Ferienzentren sein kann.
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| Skywalk, Ovčar-Kablar-Schlucht, Serbien |
Ein Kloster, ein Aussichtspunkt am Funkmast und ein Skywalk, für den wir uns erst einmal den Berg hinaufkämpfen müssen – mehr braucht es für einen gelungenen Ausflug eigentlich nicht.
Und falls uns künftig jemand einen Aussichtssteg empfiehlt, fragen wir vorsichtshalber nach: Wie weit ist es bis dahin – und vor allem: wie steil?
























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