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| Alt und neu direkt neben einander - Bukarest, Rumänien |
Bukarest beginnt für uns erst einmal mit einem kleinen Nervenkitzel. Schon auf den großen Straßen ist ordentlich was los – Autos, Busse, Mopeds, Menschen und mittendrin wir. Der Verkehr wirkt manchmal so, als hätte jeder seine eigene Vorstellung davon, wer jetzt eigentlich Vorfahrt hat. Unser Navi versucht tapfer, uns durch das Gewusel zu führen, aber dann kommt das nächste Problem: Wir finden unser Apartment nicht.
Die Adresse stimmt. Das Navi sagt, wir seien praktisch schon da. Nur das Gebäude ist nirgends zu entdecken.
Irgendwann fragen wir uns durch und haben Glück: Ein paar Einheimische wissen tatsächlich, wo wir hinmüssen. Und damit nicht genug. Sie zeigen uns nicht nur den Eingang, sondern steigen kurzerhand bei uns ins Auto und fahren mit, um uns durch die Straßen direkt dorthin zu lotsen. So viel Hilfsbereitschaft hätten wir nun wirklich nicht erwartet.
Und dann verstehen wir auch, warum wir das Haus übersehen haben. Unser Apartment befindet sich in einem kleinen Gebäude mit gerade einmal fünf Stockwerken. In Bukarest fast schon ein Häuschen. Ringsherum stehen gewaltige Wohn- und Bürogebäude, und da geht so ein Fünfstöckler eben ziemlich leicht unter.
Die Wohnung selbst ist prima – und nach dieser Ankunft sind wir erst einmal froh, angekommen zu sein.
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| Kirche in der Altstadt, Bukarest, Rumänien |
Am nächsten Tag geht es dann auf Entdeckungstour durch Bukarest. Und siehe da: Die Stadt kann auch ganz anders.
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| Früher eine Karawanserei, heute Restaurant |
Wir starten in der Altstadt und sind ziemlich angetan. Hübsche historische Gebäude, kleine Gassen, Kirchen, Cafés und dazwischen jede Menge Menschen. Natürlich ist das Ganze touristisch, aber trotzdem hat die Altstadt ihren eigenen Charme und wirkt nicht wie eine auf Hochglanz polierte Kulisse.
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| Altstadt Bukarest, Rumänien |
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| Altstadt Bukarest, Rumänien |
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| Altstadt Bukarest, Rumänien |
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| Stavropoleos-Kloster, Bukarest, Rumänien |
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| Innenhof Stavropoleos-Kloster, Bukarest, Rumänien |
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| Atheneum, Bukarest, Rumänien |
Nach der Altstadt gönnen wir uns erst einmal eine Pause. Bukarest ist schließlich nicht unbedingt die Stadt, in der man möglichst viele Kilometer sammeln muss. Und nachdem wir inzwischen herausgefunden haben, dass die Metro ziemlich praktisch ist, nutzen wir sie auch ausgiebig. Unser Ziel ist schließlich nicht, abends mit qualmenden Füßen im Apartment zu sitzen.
Zum Abschluss geht es noch zum Parlamentspalast.
Oder genauer gesagt: zu dem gigantischen Bau, den Nicolae Ceaușescu während seiner Diktatur errichten ließ.
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| Parlamentspalast, Bukarest, Rumänien |
Von außen ist das Gebäude schlicht überwältigend. Riesig, wuchtig und irgendwie völlig aus der Zeit gefallen. Man steht davor und fragt sich unweigerlich, wie jemand auf die Idee kommen konnte, so ein Monstrum mitten in die Stadt zu setzen. Gleichzeitig wird gerade hier die Dimension der damaligen Herrschaft ziemlich greifbar.
Heute sitzt dort das rumänische Parlament. Seine Entstehungsgeschichte bleibt trotzdem untrennbar mit Ceaușescu und der kommunistischen Diktatur verbunden, der dafür ein ganzes Stadtviertel abreißen ließ.
Damit endet unser Bukarest-Tag ziemlich passend: erst die lebendige Altstadt, dann Kunst im ehemaligen Königspalast und zum Schluss dieses gewaltige Relikt einer ganz anderen Epoche.
Und unser Eindruck von Bukarest?
Nach dem etwas chaotischen Start hat uns die Stadt richtig gut gefallen. Vor allem die Mischung aus Geschichte, Kunst, Großstadtleben und diesen manchmal ziemlich überraschenden Begegnungen mit den Menschen macht Bukarest für uns interessant.
Und dass uns völlig fremde Leute einfach ins Auto steigen, um uns zu unserem Apartment zu lotsen, war vielleicht die schönste Begrüßung, die diese Stadt uns geben konnte.












































