Sonntag, 13. September 2026

Murighiol – hinein in die Wasserwelt des Donaudeltas

Donaudelta, Rumänien

Nach Galati war es Zeit für einen kompletten Tapetenwechsel. Statt riesiger Straßen und sozialistischer Betonarchitektur erwartete uns in Murighiol das genaue Gegenteil: Wasser, Schilf, kleine Kanäle und jede Menge Natur.

Unsere Unterkunft Căsuțele Allora war dafür gleich der passende Einstieg. Drei kleine Häuschen stehen in einem wunderschönen Garten, dazu unsere ausgesprochen liebenswerte Gastgeberin Vali, bei der wir uns sofort wohlfühlten. Und auch kulinarisch wurden wir bestens versorgt – schließlich sind wir im Donaudelta. Was also auf den Tisch kam? Natürlich Fisch. Und zwar richtig guten.

Donaudelta, Rumänien



Eigentlich hatten wir für Sonntag eine längere Tour durch das Donaudelta geplant. Dann kam allerdings der Wetterbericht dazwischen: 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Da muss man nicht lange diskutieren.




Donaudelta, Rumänien


Also hieß es: Plan ändern – und zwar schnell.

Vali organisierte uns kurzerhand noch für den Nachmittag unserer Ankunft eine Bootstour. Zusammen mit einer rumänischen Reisegruppe ging es hinaus ins Delta. Und das war genau die richtige Entscheidung.




Donaudelta, Rumänien



Schon nach kurzer Zeit waren wir mitten in dieser faszinierenden Wasserwelt unterwegs. Schmale Kanäle, spiegelndes Wasser, dichtes Schilf und überall Vögel. 

Sehr viele Vögel.



Donaudelta, Rumänien


Die meisten waren natürlich deutlich schneller weg, als wir unsere Kameras in Position bringen konnten. Aber wir sahen Reiher, Kormorane und jede Menge anderes Federvieh – und sogar Pelikane. Zwar nur aus der Ferne, aber immerhin. Für die ganz große Pelikan-Nahaufnahme hätten wir vermutlich eine andere Tour buchen oder einfach deutlich bessere Augen haben müssen. 


Donaudelta, Rumänien



Ansonsten: einfach wunderschön. Je weiter wir mit dem Boot in die Wasserlandschaft hineinfuhren, desto mehr hatte man das Gefühl, in eine völlig andere Welt einzutauchen. Genau dafür waren wir schließlich hier. 




Und dann kam der Sonntag.

Der Wetterbericht hatte ausnahmsweise nicht übertrieben. Es regnete. Und regnete. Und regnete. Dazu war es plötzlich rund zehn Grad kälter als am Vortag.

Da sitzt man dann am Wasser und denkt sich: Eigentlich könnten wir jetzt unsere große Tour machen.

Könnten.

Wenn man gerne im Dauerregen auf einem Boot sitzt und anschließend versucht, durch eine nasse Scheibe irgendwelche Vögel zu erkennen.

Wir waren jedenfalls ziemlich froh über unsere spontane Planänderung. Dank Vali hatten wir schon am Ankunftstag eine wunderschöne Fahrt durchs Delta erlebt – und konnten den verregneten Sonntag entspannt aussitzen.

Manchmal ist ein Wetterumschwung eben auch ein ziemlich guter Reiseplaner.



Pelikane aus der Weite, Donaudelta, Rumänien

Donaudelta, Rumänien