Mittwoch, 11. September 2013

Crocs und Hippos in St. Lucia, Südafrika


Hippos in St. Lucia, Südafrika
Direkt an der Küste liegt St. Lucia - einer der angesagten Orte für einheimische Touristen. Nur, dass grad keine Saison war! Hatte also mein Hostel für mich alleine und das Restaurant auch. Ist irgendwie schon ein komisches Gefühl, wenn man so mutterseelenallein in einem Hostel wohnt! Hotels gibts in dem kleinen Ort zuhauf... Hier kommen auf 800 Einwohner 5800 Hotelbetten...
Warum die Menschen hierher kommen?

In St. Lucia und im nahen iSimangaliso-Wetland-Park gibt es sehr schöne Strände und das Meerwasser ist angenehm warm. Außerdem gibts im Park jede Menge Tiere - Flusspferde, Krokodile, Nashörner, Zebras, Büffel.... Manche der Tiere machen auch vor dem kleinen Ort nicht halt. Nachts sollte man in St. Lucia nicht unbedingt spazieren gehen - nicht wegen irgendwelcher Überfälle böswilliger Menschen, sondern wegen herumwandernder Flusspferde! Die sind riesig - nicht nur, wenn man ihnen auf der Straße begegnet, sondern auch wenn man abends nichtsahnend auf dem Balkon sitzt und einfach bloß mal runterschaut!!!!
Wegen all dem wilden Getier gibts in und um St. Lucia auch jede Menge ulkiger Straßenschilder - mit Abstand das beste war das vom Krokodil! Ein weit aufgesperrtes Maul mit superspitzen Zähnen. Ja, vor so einem Getier muss man sich in Acht nehmen. Auch Rollstuhlfahrer - da gibts ein extra-Schild mit Rollstuhlfahrer auf abschüssiger Straße und davor das aufgesperrte Maul der Riesenechse! Jaaaaa, Schnischnaschnappi macht vor niemandem Halt!

St. Lucia, Südafrika

St. Lucia, Südafrika

Dienstag, 10. September 2013

Hluhluwe-iMfolozi-Park, Südafrika

Hluhluwe-iMfolozi-Park, Südafrika
Achtung - Gegenverkehr! Hluhluwe-iMfolozi-Park, Südafrika
Vom Kruger National Park aus ist es ein weiter Weg bis an die Küste - aber Autofahren in Südafrika ist wesentlich entspannter als bei uns - wenn man ein Navi hat und nicht gerade durch eine Großstadt muss. Außerdem gibts immer was interessantes zu sehen - die Landschaft ändert sich ständig, immer wieder lustige Straßenschilder (Achtung Schlaglöcher, Tempo maximal 100kmh!!! - bin da mit 40 durchgeschlichen und war das absolute Verkehrshindernis), immer wieder Tiere oder Menschen auf der Autobahn, Radlgeisterfahrer oder Buschfeuer links.Langweilig wurds da nie!

Mein nächstes Ziel war der Hluhluwe-iMfolozi-Park (der Anfang spricht sich Schluschlue). Der Park ist bekannt für seine vielen Nashörner. Und ich wurde nicht enttäuscht! 12 Nashörner habe ich dort innerhalb einer Stunde gesehen, vier davon direkt neben der Straße. Irgendwie sind die ganz schön groß, neben meinem winzigen Auto sowieso. Und ganz alleine war ich auch mit diesen riesigen Nashörnern. Dankenswerterweise waren die aber wirklich nur am Gras neben der Straße interessiert, nicht an mir und nicht an meinem Auto...
Ein interessantes Elefantenabenteuer hatte ich an diesem Tag auch noch zu bestehen: im Park gibt es einen Fluss, über den mehrere Brücken führen. Die meisten einspurig. Gerade, als ich die Brücke hinter mir hatte, kam aus dem Gebüsch ein ziemlich großer Elefant. Also lieber mal gaaaaanz an den Rand der Piste fahren, damit Herr Elefant vorbeikann. Dachte, der will bestimmt zum Fluss und was trinken. Das wollte der aber gar nicht und kam direkt auf mich zu. Also mal lieber den Rückwärtsgang einlegen, damit der Elefant zum Fluss kann. Aber auch das wollte er nicht. Okay, also rückwärts auf die Brücke.... Und der Elefant hinterher! Dieses Vieh ist tatsächlich auf der Brücke spazieren gegangen - und dann auf der anderen Seite im Gebüsch verschwunden. Ganz offensichtlich wollte er sich nicht die Füße im Fluss nassmachen.... Man sehe es mir bitte nach, dass es von dieser Aktion nur ein einziges Foto gibt....
Hluhluwe-iMfolozi-Park, Südafrika

Montag, 9. September 2013

Tiere über Tiere im Kruger National Park, Südafrika

Kruger National Park, Südafrika

Kruger National Park, Südafrika
Der Kruger Nationalpark hat mir sehr gut gefallen. An beiden Tagen jeweils vier der Big 5 gesehen - Büffel, Elefanten, Löwen und Nashorn. Aber keinen Leopard. Natürlich auch jede Menge andere Tiere, Antilopen, Zebras, Hippos, Warzenschweine, Giraffen.... Es waren tolle Tage in der Natur!

Das Hostel in Hazyview hatte einen sehr eigenen Flair - zum einen war ich der einzige Gast. In einem 12-Betten-Schlafsaal wohlgemerkt.... Allemal besser als wenn der voll gewesen wäre! Wirklich einmalig aber war die Bar. Dort haben sich nämlich die Honoratioren der Metropole Hazyview die Zeit vertrieben. Auf gut deutsch haben sich dort der Pfarrer, der Lehrer, der Bürgermeister und der Mechaniker gewaltig einen hinter die Binden gekippt.... Ein lustiger Haufen. Als es zunehmenend schwieriger wurde, die Herren zu verstehen, habe ich mich in meinen Mammutschlafsaal zurückgezogen und lieber noch eine Runde gelesen...

Kruger National Parl, Südafrika
Kruger National Parl, Südafrika
Kruger National Parl, Südafrika


Samstag, 7. September 2013

Faszinierende Landschaft am Blyde River Canyon, Südafrika

Aussichtspunkt Blyde River Canyon, Südafrika
Von Nelspruit aus bin ich weiter nach Graskop gefahren. Das Valley View Backpackers war richtig schön und die Besitzerin Melinda hatte für alle Lebenslagen Tipps und Tricks bereit. 
Der Blyde River Canyon ist einfach gigantisch, der Fluss hat einen riesigen Canyon ins Gestein gefräst. Es gibt immer wieder tolle Aussichtspunkte, Wasserfälle und riesige Felsen. Alles wunderbar ausgeschildert, mit Parkplätzen, Kiosk, Toiletten und jede Menge Schildern, was man darf und was nicht... Zum Beispiel nicht in den Wasserfall hüpfen.... Wem würde auch sowas einfallen, aber gut....

Bourke´s Luck Potholes, Blyde River Canyon, Südafrika

Blyde River Canyon, Three Rondavels, Südafrika
Nicht so gut war die Idee mit dem Zelten in Graskop. Dort ists nämlich echt kalt! Morgens Eis auf dem Zelt und beim Auto Scheiben abkratzen... Da waren ein rauher Hals, Schnupfen und aufkommender Husten nicht mehr weit.... Die nächste Nacht habe ich dann im Hostel verbracht, aber da wars schon passiert. An Zelten im Kruger Nationalpark war nicht mehr zu denken. Die Lodges im Park sind einfach deutlich zu teuer. Melinda hat mich dann mit Infos über Hostels außerhalb des Parks versorgt. Also morgens rein in den Park, abends wieder raus und in einem Haus schlafen.

Freitag, 6. September 2013

Südafrika - das andere Afrika

Tja, Südafrika. Bei meiner letzten Reise habe ich dieses Land, genauso wie Mosambik und Simbabwe, außen vorgelassen, weil man diese drei Länder ja so schön zu einer neuen Reise zusammenfassen kann... 

Südafrika ist definitiv anders als alle anderen Länder Afrikas, die ich bereist habe. Europäischer, durchorganisierter, voller Schilder (fast so wie in Deutschland), überall Weiße (Einheimische und Touristen), gute Straßen, stylische Hotels und Hostels, Townships, in denen nach wie vor fast ausschließlich Schwarze leben, aber auch durchaus weiße Bettler. Südafrika ist anders.
Mein kleiner Mietwagen in Südafrika
Südafrika hat tolle Landschaften und riesige Nationalparks mit sehr vielen Tieren. Schon allein deswegen ists eine Reise wert. Für mich eine Annäherung an Europa. Auch temperaturmäßig. Kapstadt leidet grad unter extremer Kälte - und mit extrem meine ich extrem - ich spreche von Schnee am Tafelberg und Riesenhagelkörnern! Gaaaaar nicht lustig....

Aber angefangen habe ich ja in Johannesburg. Das ist auch eine Erwähnung wert. Nicht, weils so schön wäre, sondern weil ich mich in dieser riesigen Stadt gleich mehrmals verfahren habe. Der Bus aus Simbabwe kam im Zentrum in der Park Street an, und genau dort hatte meine Vermietstation ein Büro. Wie praktisch! Hmmm - ist aber echt mitten in der Stadt. Das heißt - die Straßen sind fünfspurig. In jede Richtung wohl gemerkt. Und der Verkehr - na ja, der ist nicht so ganz europäisch. Dazu noch auf der falschen Seite - Linksverkehr!!!! Ich hatte mir von der Vermietstation erklären lassen, wie ich nach Nelspruit komme. Angeblich ganz leicht... IST ES NICHT!
Erst bin ich falsch abgebogen und sofort auf eine autobahnähnliche Strasse gekommen. Bis ich wieder runterkam, war ich fast in Pretoria. Okay, wieder rein in die Stadt - die N12 war gefunden. Juhu. Aus reiner Begeisterung nicht aufgepasst und leider die falsche Richtung genommen. Bei Soweto ists mir aufgefallen - die anderen Ausfahrten vorher haben mir nichts gesagt und die mit Johannesburg wollte ich ja auch nicht....
Eine nette Inderin hat sich meiner erbarmt und mir eine einfache Landkarte gepinselt. So habe ich aus diesem Wirrwarr rausgefunden. Das Ganze hat mich 2 1/2 Stunden meines Lebens gekostet, obendrein ein ganzes Bündel Nerven!!!!!

Als ich dann auch in Nelspruit Probleme hatte, mein Hostel zu finden, habe ich beschlossen - morgen wird ein Navi gekauft!!! Ich kann nicht gleichzeitig links fahren, den Verkehr auf mehreren Spuren im Auge behalten, Straßennamen finden und lesen und die Landkarte studieren. Multitasking ist zwar schön und gut, aber das ist des guten denn doch zu viel und obendrein nicht ganz ungefährlich.

In einer riesigen Shoppingmall in Nelspruit wurde ich fündig. Diese Navis sind hier gar nicht so teuer - 70 Euro. Das Mieten für 3 1/2 Wochen wäre auf 120 Euro gekommen. Und vielleicht finde ich hier in Deutschland ja jemanden, der ins südliche Afrika will und das Ding brauchen kann...

Donnerstag, 5. September 2013

Felsen über Felsen im Matopos Nationalpark

Bulawayo, Simbabwe


Bulawayo ist mit seinen 670 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt von Simbabwe. Trotz der Größe kam mir Bulawayo eher wie ein Dorf als wie eine große Stadt vor! Es gibt ein paar Museen, einige nette Cafes, breite Straßen mit Parkplätzen in der Mitte der Straße und jede Menge Take Aways. Das Leben an sich ist dort sehr beschaulich, um nicht zu sagen, langsam.



Bulawayo, Simbabwe
















Matopos Nationalpark, Simbabwe

In Bulawayo habe ich für einen Tag einen Mietwagen genommen. Ich wollte unbedingt in den Matopos Nationalpark fahren. Der Park hat ganz besonders viele tolle Felsformationen aus schroffem Granit. Die Felsen liegen zum Teil übereinander und es schaut aus, als ob da jemand mit riesengroßen Murmeln gespielt hätte. Ein paar frühere Kolonialherren fanden es hier so toll, dass sie in den Matopos begraben werden wollten - zum Beispiel Cecil Rhodes. Die Aussicht von seiner Grabstätte ins Tal ist wirklich phänomenal.

Matopos Nationalpark, Simbabwe
Das Fahren auf der linken Seite war nicht so dramatisch - liegt aber auch daran, dass in Simbabwe nicht allzu sehr viel Verkehr herrscht. Nicht mal in Bulawayo. Das ists dann nicht so schlimm, wenn man mal aus Versehen auf der falschen Seite landet...
Matopos Nationalpark, Simbabwe

Von Bulawayo aus gibt es einen Direktbus nach Johannesburg. Der Bus ist 14 Stunden unterwegs. Da niemand abends oder gar nachts in Joh'burg ankommen will, fahren alle Busse nachmittags um 16.00 Uhr los und kommen am folgenden Tag morgens in Joh'burg an.

Matopos Nationalpark, Simbabwe

Dienstag, 3. September 2013

Great Zimbabwe

Great Zimbabwe
Great Zimbabwe wollte ich schon immer mal sehen - eine riesige uralte Stadt. Zum Teil auf einem Berg. Viele riesige Felsen. Die ältesten Teile stammen aus dem 11. Jahrhundert. Früher haben hier bis zu 18 000 Menschen gelebt und es war die Hauptstadt des Königreiches Simbabwe.
Es ist einfach toll, zwischen den alten Steinen herumzulaufen. Ich war mit einer deutschen Familie unterwegs. Der Vater hat in den 80er Jahren für fünf Jahre in Simbabwe gelebt und gearbeitet. Natuerlich hatte er ein enormes Wissen über Land und Leute.
Und über Great Zimbabwe.

Dass das Hotel toll war, habe ich schon erwähnt. Wirklich genial aber war Robby - eine Art Hausmeister, zuständig für alles rund ums Haus und die Gäste. Da ich ohne Auto unterwegs war, hat er mich in der Gegend herumkutschiert - von Great Zimbabwe abholen, einen Ausflug zum Damm machen oder alte Felsmalereien gucken - Robby hatte immer wieder tolle Ideen. Und wie es der Zufall wollte, musste er nach Masvingo zum einkaufen, als ich mit dem Bus weiter nach Bulawayo fahren wollte. Wie praktisch. Vielen Dank an Robby, das ca 65-70 jaehrige Urgestein des Hotels!

Great Zimbabwe

Great Zimbabwe