Mittwoch, 21. September 2016

Nach der Saison ist vor der Saison.....

Die Vortragssaison Herbst 2016 geht bald los.....

Was wird es alles ab dem Herbst zu sehen geben?

Neu: TransAfrika: Die Vortragsreihe zur Reise 2013 - von Kairo nach Kapstadt in zwei Teilen

Bewährt und sehenswert:
Ein Kontinent, 15 Länder, 333 Tage - AFRIKA: 3 Vorträge über eine phantastische Reise durch den dunklen Kontinent

Auf der Suche nach Indien: 3 Vorträge aus 8 Reisen durch Indien


Ob Afrika oder Indien - Spaß ist garantiert.... Foto (c) Klaus Bernardi

Neu: Vortrag für Schüler: "Schrecklich schönes Afrika" lehrplanbegleitend für 8. Jahrgangsstufe Gymnasium bzw. 7. Jahrgangsstufe Realschule. Auf Wunsch auch mit anschließender Diskussion!

Ebenfalls neu: Vortrag für Schüler: "Indien zwischen den Welten", lehrplanbegleitend für die 10. Jahrgangsstufe Gymnasium. Anschließende Diskussion möglich!


Mit sehr viel Freude an der Sache... Foto (c) Klaus Bernardi


Viele spannende, lustige und interessante Geschichten... Foto (c) Klaus Bernardi

Dienstag, 2. August 2016

Die ersten Tage in Litauen - von Störchen, alten Burgen und dem IX. Fort

Prinai, Übernachtung am Fluss, Litauen


Morgens bekamen wir an unserem tollen Übernachtungsplatz in Prinai einen ganz besonderen Besuch – ein Storch! Völlig unbeeindruckt von unserer Gegenwart oder dem nicht gerade kleinen Womo ist er gemächlich im Abstand von etwa einem Meter an unserem Womo vorbeigelaufen – sicher seinerseits auf der Suche nach einem schmackhaften Frühstück....





Besuch vom Klapperstorch, Prinai, Litauen

Burg von Kaunas, Litauen
Der Tag hatte also schon gut begonnen und er ging auch sehr gut weiter. In einer knappen Stunde haben wir Kaunas erreicht. Die Burg stammt aus dem 13. Jahrhundert und liegt strategisch günstig am Zusammenfluss von Neris und Nemunas (bei uns unter dem Namen Memel bekannt). Die günstige Lage gleich an zwei schiffbaren Flüssen machte Kaunas ab dem 15. Jahrhundert zu einer wohlhabenden Hansestadt. Von der Burg aus sind es nur ein paar hundert Meter in die Altstadt.



Besonders auffällig ist das Rathaus – es hat einen über 50 Meter hohen Turm und sieht aus wie eine Kirche. Die Einheimischen nennen ihr Rathaus „weißen Schwan“.

Rathaus "der weiße Schwan", Kaunas, Litauen

Sonntags ist es natürlich nicht optimal mit Kirchbesuchen (und beten war nicht unser Begehr), aber die Altstadt war eh viel spannender. Überall kleine Cafes und Restaurants, viele junge Leute. Die hiesige Uni zieht die jungen Menschen aus ganz Litauen in die Stadt.

Altstadt von Kaunas, Litauen

Auch skurriles kommt nicht zu kurz – Radlfahren kann in Kaunas gefährlich sein..... Zum Beispiel, wenn man nach dem Kneipenbesuch die große Unterführung in die Neustadt nicht mehr auf dem Schirm hat....

ACHTUNG Unterführung...., Kaunas, Litauen

Neustadt von Kaunes, Litauen


Die Neustadt ist ganz anders als die krummen Gassen der Altstadt. Hier gibt es schnurgerade Einkaufsmeilen mit einem Konsumtempel am anderen. Zum Teil sind es einheimische Geschäfte, zum Teil internationale Ketten wie Fielmann oder Adidas.
Eine definitiv spannende Mischung!





Ganz in der Nähe von Kaunas liegt das IX. Fort. Das IX. Fort wurde kurz vor dem 2. Weltkrieg errichtet. Es war das letzte von 9 Forts im lückenlosen Ring der Befestigungsanlagen rund um Kaunas. Unter sowjetischer Besatzung wurden 1940 und 1941 wurden von hier aus viele politische Gefangene aus Litauen nach Sibirien verschleppt. Die Nationalsozialisten übernahmen die Anlage im Sommer 1941, das 9. Fort wurde Teil der Vernichtungsstrategie. In Kaunas lebten damals 40 000 Juden. Sie wurden in einem Ghetto mitten in der Stadt zusammengetrieben. Die meisten von ihnen verloren ihr Leben im 9. fort. Man geht von 30 000 ermordeten Juden aus, viele davon Kinder. Auf dem Massengrab hat man 1991 drei riesige Skulpturen errichtet. Sie symbolisieren Leid, Kampf und Sieg. Die Skulpturen sind etwa so hässlich wie eindrucksvoll – und genau das will man an so einem Ort wohl erreichen....

Das IX. Fort bei Kaunas, Litauen

Samstag, 30. Juli 2016

Eine Reise ins Unbekannte - das Baltikum

Mit dem Womo ins Baltikum
Es hat ja schon bald Tradition – einmal im Jahr das Womo der Eltern ausleihen und irgendwohin düsen.... Es ist ja nicht so einfach, das passende zu finden. Werner mag tolle Städte, Kultur und wenig heiß. Ich mag tolle Städte, Sand, Meer und warmes Wetter, um nicht zu sagen, heiß....
Die Überschneidungen halten sich also in Grenzen.
So – was für ein Ziel wurde es? Das Baltikum, die doch recht neuen EU-Staaten im Osten.
Warum? Tolle Städte, Meer, Sand, nicht heiß, nicht kalt.... Und touristisches Neuland für uns - WENN man mal von meinen Reisen 1985 und 1987 absieht, als ich mit einer Jugendreisegruppe über das Jugenreisebüro Sputnik die ehemalige Sowjetunion besucht habe und dabei zweimal in Riga war. Extra-spannend dabei natürlich, wie sich die Stadt wohl in den letzten 30 Jahren verändert hat.... Meine Güte, die Zeeeeeit vergeht...

Breslau, Polen


Die Anreise über Polen haben wir als extra-plus gesehen. Immerhin waren wir ja im vergangenen Jahr in Polen unterwegs, und es gab vieles, was wir im vergangenen Jahr nicht gesehen haben.








Die tollen Städte mit den schönen Marktplätzen rund ums Rathaus. Überall Häuser in kunterbunten Farben. Überall kleine Geschäfte, Restaurants und Eisdielen. Ein Leben wie Gott in Polen...


Friedenskirche von Jawor, Polen

Dazu natürlich jede Menge Kirchen. Ganz besonders gut hat uns die Friedenskirche von Jawor gefallen. Friedenskirchen sind protestantische Kirchen – sie mussten aus vergänglichen Materialien erbaut werden, also zum Beispiel Holz. Sie durften nicht höher als katholische Kirchen sein, sie mussten selbst finanziert werden und mussten innerhalb eines Jahres komplett fertig gestellt sein!





Friedenskirche von Jawor, Polen

Unser erstes großes Ziel war Breslau – da waren wir letztes Jahr zwar schon einmal, aber das Wetter hat uns damals im Stich gelassen.

Breslau, Dominsel, Polen

Breslau, Dominsel, Polen

Breslau ist eine wunderschöne Stadt mit einem tollen Marktplatz. Überall wunderschön hergerichtete Häuser, jede Menge Kirchen und einen Fluss, der mitten durch die Stadt geht.

Breslau, Innenstadt, Polen

Markt von Breslau, Polen

Werner und die Reiberdatschi...., Breslau, Polen





Jugendliche auf dem Weg zum Weltkirchentag, Breslau


Breslau ist natürlich ein Touristenmagnet - aber diesmal waren extrem viele junge Leute mit Fahnen und Trommeln unterwegs. Alle singend, ausschließlich religiöse Lieder, alle möglichen Varianten von Halleluja-Gesängen.... Das waren lauter junge Leute auf dem Weg zum Weltjugendtag in Krakau. Von überall her - aus Italien, Brasilien, England....






Stellplatz am See, Polen


Nach so viel Kultur ist ein Womo-Badeplatz genau das richtige – einfach relaxen am See, ab und an ins Wasser hüpfen, ein bisschen lesen und was nettes zu Abend essen.... So fühlt sich Urlaub an!







Warschau, Polen


Dieses Mal hatten wir uns auch Warschau vorgenommen. Die Hauptstadt ist ein unübersichtlicher Haufen vierspuriger Straßen – in jede Richtung wohl gemerkt.
Aber die Altstadt in klein und kompakt. Und sehr schön wieder aufgebaut. Im Krieg blieb hier wohl kein Stein auf dem anderen – aber Dank des traditionellen Handwerks wurde alles originalgetreu wieder aufgebaut.





Warschau, Polen

Auch hier - Jugendliche auf dem Weg zum Weltjugendtag, Warschau

In einem ziemlichen Gewaltakt arbeiteten wir uns bis nach Nowogorod und bis nach Suwalki nahe der litauischen Grenze vor. Es regnete in Strömen – aber das kann unserem braven Womo nichts anhaben. UND hier gabs dann endlich mal meine kalte Rote-Beete Suppe! Einfach hervorragend! Es handelt sich um eine Gemüsesuppe mit rote Beete, außerdem ein hart gekochtes aufgeschnittenes Ei, Rahm und jede Menge Dill, Grandios!

DAS Essen für heiße Tage - kalte rote Beete Suppe mit Gurke und Dill

UND bereits am fünften Tag unserer Reise betraten wir baltischen Boden und übernachteten in Prinai, einem kleinen Ort etwa 40 Kilometer nach der Grenze, am Fluss....

Donnerstag, 18. Februar 2016

Fort Cochin – touristisch, aber schön

Fort Cochin, Kerala, Indien
Zwei Stunden im Bus und schon waren wir in Cochin. Viele Gebäude in der Altstadt stammen aus der Kolonialzeit – im 16. und 17. Jahrhundert war die Stadt portugiesisch, dann kamen die Holländer und am Schluss die Engländer. 
 
Fort Cochin, Kerala, Indien




Heute lockt die Stadt Touristen aus aller Welt an – es gibt viele Hotels, Restaurants und Geschäfte.
Chinesische Fischernetze, Cochin, Indien





Ingwer liegt zum Trocknen an der Sonne, Mattancherry, Indien



Besonders interessant sind die chinesischen Fischernetze. Man braucht insgesamt 4 Männer, um das komplizierte System von Gewichten und Gegengewichten zu kontrollieren. Die Fische werden dann auf dem Markt um die Ecke verkauft.




Gewürzmarkt, Mattancherry, Indien



Seit Jahrhunderten handeln die Menschen von Cochin mit Gewürzen. Auch heute noch. Das ist Ingwer. Er liegt zum Trocknen an der Sonne.










In Indien wird noch sehr viel in Handarbeit gemacht – vom Ingwer umdrehen über Säcke befüllen bis hin zum verpacken. 





 

Ganz besonders spannend war unser Marktbesuch. Der lokale Markt von Ernakulam auf dem Festland ist einfach riesig. Gemüse, Obst, Fleisch, Fisch, Gewürze und Tee. Und überall die fotogensten Menschen, die man sich nur vorstellen kann....

Markt Ernakulam, Kerala, Indien
Markt Ernakulam, Kerala, Indien
Markt Ernakulam, Kerala, Indien
Markt Ernakulam, Kerala, Indien
Markt Ernakulam, Kerala, Indien

Nach genau 30 Tagen war meine Zeit in Indien vorbei. Das 8. Mal Indien.... Sicherlich nicht das letzte Mal!

Auroville, Indien

Sonntag, 14. Februar 2016

Alleppey und die Backwaters

Treffen mit Gurjeet in Alleppey, Indien

Das Zentrum für Ausflüge in die Backwaters ist Aleppey. Hier habe ich meinen guten alten Freund Gurjeet wieder getroffen. 2013 haben wir uns in Kapstadt in Südafrika kennen gelernt. Als Gurjeet hörte, dass ich nach Indien komme, wollte er mich natürlich treffen. Von Delhi bis nach Alleppey – das sind 44 Stunden im Zug. Oneway wohlgemerkt.



 

Alleppey ist ziemlich touristisch, das große Geschäft sind die Hausboote.
Für Gurjeet und mich war das viel zu teuer. Macht nichts, auch per Fähre und Kanu kann man ganz viel von den Backwaters sehen.
 
Kapitän Anthony, Backwaters, bei Alleppey, Indien



Ganz besonders schön ist eine Kanutour durch die kleinen Kanäle und Wasserstraßen der Backwaters. Mit unserem Kanu-Kapitän hatten wir ganz besonders großes Glück – Anthony. Er hat uns direkt am Hotel abgeholt. Gemeinsam sind wir mit der Fähre zu seinem Dorf gefahren.



 
 

Nach einem tollen Frühstück sind wir losgepaddelt.
Viele kleine Kanäle, Reisfelder, Tempel, Kirchen und kleine Dörfer.











Gurjeet hat sogar seinen Toddy bekommen – Palmwein. Ein unsägliches Gebräu, aber dankenswerterweise sind die Geschmäcker ja unterschiedlich.....

Mittagessen bei Anthony, Backwaters, bei Alleppey, Indien








 Nach knapp 5 Stunden kamen wir wieder in Anthonys Dorf an. Seine Frau wartete bereits mit einem genialen späten Mittagessen auf uns.



Thali bei Anthony, Backwaters, bei Alleppey, Indien


Übervolle Fähre, Backwaters, Indien

Übervolle Fähre, Backwaters, Indien

Backwaters, Kerala, Indien

Backwaters, Kerala, Indien

Gurjeet mit Kokosnuss, Backwaters, Indien

Kapitän Anthony, Backwaters, Indien