Sonntag, 11. Oktober 2026

Andy und Werner unterwegs – Sechs Wochen, und plötzlich sind wir wieder daheim!

Im Tara Nationalpark, Serbien

Sechs Wochen unterwegs. schlappe 6500 Kilometer, gefühlt eine Million Kurven, unzählige Fotos und jede Menge Geschichten. Und jetzt? Sitzen wir wieder in Regensburg. Die Taschen sind ausgepackt, das Auto steht, und der Alltag klopft schon ziemlich unverschämt an die Tür. Dabei sind wir gedanklich noch längst nicht zu Hause.

"House by the river", Ptuj, Slowenien

Unsere letzte Etappe führte uns von Čačak über Vukovar nach Ptuj in Slowenien. Dort verbrachten wir die letzte Nacht in einem netten kleinen Häuschen, dem „House by the River“. 






"House by the river", Ptuj, Slowenien



Ein gemütlicher Abschluss für unsere Reise, bevor es am nächsten Tag über Österreich endgültig heimwärts ging.






Und was war das für eine Reise! 

Budapest? Ein Traum! Für uns eine der schönsten Städte Europas. 

Parlamentsgebäude Budapest, Ungarn




Die Maramureș? Holzkirchen, bei denen man sich fragt, wie Menschen solche Kunstwerke mit ihren Händen schaffen. 





Kloster in der Bukowina, Rumänien

Die Klöster der Bukowina? So bunt bemalt, dass man aus dem Staunen kaum herauskommt.







Sibiu und Sighișoara? Städte, in denen man sich wunderbar treiben lassen kann – sofern man nicht gerade schon wieder das nächste Ziel im Navi sucht.

Sibiu, Rumänien

Sighisoara, Rumänien


Transfăgărășan, Rumänien


Dann die großen Straßenmomente: Transfăgărășan und Transalpina, zwei Hochgebirgsstraßen, die uns mit ihren Kurven und Ausblicken den Atem geraubt
haben. Und ja, wir haben einen Favoriten: Die Trans-alpina hat für uns die Nase ganz eindeutig vorn. 



Transalpina, Rumänien

Schlammvulkane Bercia, Rumänien

Rumänien hat uns überhaupt eine unglaubliche Vielfalt beschert. Im Donaudelta waren so viele Vögel unterwegs, dass man beim Fotografieren kaum wusste, wohin man zuerst schauen sollte. Dazu die Schlammvulkane, bei denen die Erde blubbert, als hätte sie gerade einen schlechten Tag. Natur kann eben auch ziemlich schräg sein.




Und dann das Eiserne Tor! Die Donau zwängt sich hier zwischen gewaltigen Felswänden hindurch, und wir mittendrin. Mit dem Boot entdecken wir die spektakuläre Flusslandschaft, die Felsenskulptur des Decebalus und versteckte Winkel, die vom Ufer aus kaum zu erahnen sind. Ein weiterer dieser Momente, in denen man einfach nur schaut und staunt. 


Donau und eisernes Tor, Rumänien und Serbien

Gänsegeier, Uvac, Serbien



Und dann Serbien! Der Tara-Nationalpark mit seinen herrlichen Landschaften und das Uvac-Gebiet mit seinen Geiern. Diese Geier! Elf haben wir gezählt. Für andere sind es vielleicht einfach große Vögel.
Für uns war es ein absolut spektakuläres Erlebnis. Dafür nimmt man auch den einen oder anderen Umweg in Kauf – und vergisst vor lauter Staunen beinahe, dass man eigentlich auch zum Fotografieren gekommen ist. 

Uvac, Serbien

Aber jetzt kommt das, was in keinem Reiseführer steht und sich auch nicht ordentlich auf einer Karte markieren lässt: die Menschen.

Verlobungsfeier in Breb, Rumänien


Die Verlobungsfeier, bei der wir ein Stück in eine andere Lebenswelt eintauchen durften. Die Bootskapitäne, die uns ihre Heimat vom Wasser aus nähergebracht haben. Und unsere Gastgeber, die uns mit Herzlichkeit empfangen, bei kleinen und größeren Problemen geholfen und manchmal auch mit Händen, Füßen und Übersetzungs-App kommuniziert haben. Nicht immer war alles ganz einfach. Aber irgendwie ging es immer. Und manchmal wurde gerade daraus eine Geschichte, die wir nicht missen möchten.



Zufahrt zur Unterkunft im Tara Nationalpark



Überhaupt: Wir haben auf dieser Reise nicht nur viel gesehen, sondern auch viel gelacht. Über kuriose Unterkünfte, abenteuerliche Zufahrtsstraßen, eigenwillige Treppen und Situationen, in denen die Wirklichkeit mal wieder kreativer war als unsere Planung.




Und das Essen! Wir haben uns durch die regionalen Spezialitäten probiert, saßen staunend vor riesigen Portionen und haben dann wieder auf unser bewährtes Rezept zurückgegriffen: eine Portion für uns beide zusammen und einen Salat dazu. Das reicht auf dem Balkan immer.


Frühstück in Breb, Rumänien

Alle diese Länder haben es gut mit uns gemeint. Wir haben viel erlebt, tolle Menschen kennengelernt und jede Menge Erinnerungen im Gepäck. Nicht jeder Aussichtspunkt war spektakulär und nicht jede Strecke ein Vergnügen – aber langweilig war es nie.

Jetzt sind wir wieder in Regensburg. Die Fotos wollen sortiert, die Erlebnisse verarbeitet und die letzten Blogartikel geschrieben werden. An Beschäftigung wird es also nicht fehlen.

Und ob ich jetzt erst einmal eine Reisepause brauche? Sagen wir so: Der Rucksack ist zwar ausgepackt. Aber im Kopf sind die nächsten Reiseideen schon da.

Sechs Wochen Neues erleben. Schön war’s. Sehr schön sogar.

Und damit endet „Andy und Werner unterwegs“ für dieses Mal. Aber nur für dieses Mal!